DFL-Geschäftsführer Seifert hört auf – BVB-Boss Watzke reagiert

Bundesliga

DFL-Chef Christian Seifert hat den deutschen Profifußball bislang beachtlich durch die Corona-Krise geführt. Nun kündigt er seinen Abschied an. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke reagiert.

von dpa

Dortmund

, 26.10.2020, 09:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball (v.l.) und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke im Gespräch mit DFL-Chef Christian Seifert beim Neujahrsempfang der DFL 2019.

BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball (v.l.) und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke im Gespräch mit DFL-Chef Christian Seifert beim Neujahrsempfang der DFL 2019. © picture alliance/dpa

Geschäftsführer Christian Seifert wird die Deutsche Fußball Liga nach Ablauf seines Vertrages 2022 verlassen. „Dies sind anspruchsvolle Zeiten, die danach verlangen, Klarheit und Verlässlichkeit zu schaffen. Das gilt für die DFL als Ganzes und auch für meine beruflichen Ambitionen. Deshalb habe ich Herrn Peter Peters als Aufsichtsratsvorsitzenden darüber informiert, dass ich die DFL nach Ablauf meines Vertrages im Juni 2022 verlassen werde“, teilte Seifert in einer persönlichen Erklärung am Montag mit.

BVB-Boss Watzke bedauert Ausstieg von DFL-Chef Seifert

„Der Ausstieg von Christian Seifert wird im Jahr 2022 ein herber Verlust für die Bundesliga sein. Ich kann nur mit höchstem Respekt von seiner Arbeit sprechen. Diesen Respekt habe ich ihm gegenüber gestern auch in einem persönlichen Gespräch zum Ausdruck gebracht“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

„Der deutsche Profifußball ist nun gefragt, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Einen Mann wie Christian Seifert, der so lange auf so hohem Niveau für den Fußball gearbeitet hat, 1:1 zu ersetzen, ist allerdings ein schwieriges Unterfangen“, sagte der 61-jährige Watzke, dessen Vertrag als Vorsitzender der BVB-Geschäftsführung Ende 2022 endet.

DFL-Geschäftsführer Seifert hört 2022 auf

Zuerst hatte „Bild“-Zeitung berichtet, dass der Boss der Dachorganisation der 36 Profiklubs seinen am 30. Juni 2022 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Peters als Aufsichtsratsvorsitzender der DFL GmbH soll am Sonntagabend das Präsidium und den Aufsichtsrat über die Entscheidung des 51 Jahre alten Seifert informiert haben.

Jetzt lesen

„Diese Entscheidung ist bereits jetzt wichtig, damit der Aufsichtsrat frühzeitig die Möglichkeit erhält, diese Tatsache in Überlegungen zur künftigen Organisation der DFL GmbH einfließen zu lassen“, erklärte Seifert. Er wolle in zwei Jahren ein neues berufliches Kapitel aufschlagen. „Bis dahin werde ich mich in meinen DFL-Funktionen auf die aktuellen und kommenden Herausforderungen selbstverständlich weiter mit größter Ambition und vollem Einsatz fokussieren“, sagte er.

Seifert hat die DFL wachsen lassen

Seifert arbeitet seit 2005 bei der DFL und hatte in seiner Amtszeit beachtliche Erfolge zu verzeichnen. Die Vermarktung der TV-Rechte stieg in seiner Amtszeit von 400 Millionen Euro pro Saison auf mehr als eine Milliarde Euro. In der Corona-Krise gelang es, dass die Bundesligen als erste der großen Sport-Ligen weltweit mit einem DFL-Hygienekonzept den Spielbetrieb wieder aufnehmen konnte.

In den vergangenen Monaten bewährte sich Seifert als Krisenmanager und schob zudem mit der Taskforce „Zukunft Profifußball“ - auch auf Druck aus der Politik und Fan-Organisationen - eine Debatte um die Zukunft des überhitzten Profigeschäfts an.

Der Spitzenmanager war zuletzt auch von seinem Amt im Präsidialausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurückgetreten. Offiziell begründet hat Seifert nach Medienberichten seinen Rückzug damit, dass ihm wegen der Corona-Problematik die Zeit fehle, die breitgefächerten DFB-Themen in ausreichendem Maße bearbeiten zu können.

  • Sie wollen keine News vom BVB verpassen? Dann laden Sie sich die Buzz09-App herunter! Jetzt im App Store (Apple) oder im Google Play Store (Android) vorbeischauen. Außerdem neu: Das schwarzgelbe BVB-Abo für 0,99 Euro im ersten Monat. Jetzt das Angebot sichern!
  • Das Spiel von Borussia Dortmund verpasst? Jetzt die BVB-Highlights auf DAZN anschauen. Hier geht’s zum Gratismonat für Neukunden.
Lesen Sie jetzt