BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: Wir werden den Ist-Zustand analysieren

hzBorussia Dortmund

BVB-Boss Watzke will die deprimierende Pleite in München erst einmal sacken lassen. Eine gründliche Aufarbeitung aber sei unabdingbar. Es stellt sich die Frage nach der Titelreife des Kaders.

München/Dortmund

, 10.11.2019, 15:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

Große Worte mochte Hans-Joachim Watzke am Tag nach der deprimierenden Vorstellung seiner Borussia nicht verlieren, auf Anklagen verzichtete er aus gutem Grund. „Wir wollen das Spiel erst einmal sacken lassen“, erklärte der BVB-Geschäftsführer auf Anfrage dieser Redaktion.

Eine gründliche Aufarbeitung aber sei unabdingbar, so Watzke: „Ich werde meine Kollegen der sportlichen Leitung zusammentrommeln, dann werden wir den Ist-Zustand analysieren.“ Im Laufe der Woche will sich Watzke mit dem engsten Kreis beraten, dann wird auch Matthias Sammer nach Dortmund einfliegen, die „Elefantenrunde“ mit dem externen Berater, Watzke, Sportdirektor Michael Zorc und Lizenzspieler-Leiter Sebastian Kehl kommt mindestens einmal im Monat zusammen. Jetzt duldet die Situation keinen Aufschub mehr.

BVB-Boss Watzke: „Jede Kritik kommt zu Recht“

Das 0:4, vor allem die Art und Weise, wie sich die Borussia in München präsentierte, hatte dem BVB-Boss einen Tiefschlag versetzt, daraus machte Watzke am Sonntag keinen Hehl. Er äußerte daher auch „jedwedes Verständnis“ für das gellende Pfeifkonzert der Fans. „Sie haben alles Recht der Welt, uns für diese Leistung auszupfeifen. Jede Kritik, die jetzt auf uns einprasselt, kommt zu Recht.“

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Die Mannschaft, meinte der BVB-Boss, habe nach dem 0:1 der Mut verlassen. Und auf der Tribüne musste Watzke mit ansehen, wie sie sich dann ihrem Schicksal ergab. Nach zuletzt gruseligen Vorstellungen in München in Serie sieht der 60-Jährige auch ein Kopfproblem beim Gang in die Allianz Arena. „Wir haben dort ja unter Tuchel, unter Stöger und auch unter Favre schon hoch verloren.“

Eine BVB-Niederlage der besonderen Art

Dennoch war diese Niederlage eine besondere. Sie führte Watzke und Sportdirektor Michael Zorc schonungslos vor Augen, dass es dieser Mannschaft eben nicht gelingt, unter Druck immer ihre Leistungsgrenze zu erreichen. Nicht zuletzt stellt sich damit auch die Frage nach der Titelreife dieses Kaders.

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