BVB-U23-Kapitän Franz Pfanne (l.) agierte zuletzt in eher ungewohnter Rolle. © Thomas Bielefeld
Borussia Dortmund II

BVB-Coach Maaßen funktioniert Franz Pfanne um: „Ich musste mich erstmal daran gewöhnen“

Die BVB-U23 ist mit vier Punkten aus zwei Drittliga-Spielen erfolgreich in die neue Saison gestartet. Im Abwehrverbund gab es aber Personalprobleme. Die hat Enrico Maaßen gelöst - mit einem Mittelfeldmann.

Not macht bekanntlich erfinderisch – und in Not befand sich die U23 von Borussia Dortmund zu Saisonbeginn. In akuter Abwehrnot nämlich. Eigentlich verfügt das Team von Trainer Enrico Maaßen über eine Menge guter Defensivakteure. Lennard Maloney zum Beispiel, Neuzugang Antonios Papadopolous oder Routinier Niklas Dams. Während das erst genannte Duo während des Drittliga-Starts aber mit den Bundesliga-Profis in Bad Ragaz weilte, kassierte Dams beim Auftakt in Zwickau die Rote Karte. Enrico Maaßen musste in den ersten beiden Spielen also tüfteln, wen er in die Dreierkette stellt – und hat mit seinem Kapitän eine Lösung gefunden.

In Zwickau gab er noch den rechten Innenverteidiger, gegen Waldhof Mannheim dann den zentralen Abwehrchef. Franz Pfanne, eigentlich Sechser, wurde von Enrico Maaßen auserkoren, das vorübergehende Abwehrproblem so gering wie möglich zu gestalten – und es funktionierte weitgehend. Mit vier Punkten ist der BVB – trotz der Personalprobleme – in die Saison gestartet. Auch ein Verdienst von Pfanne, der gegen Mannheim in der Schlussphase besonders in den Fokus rückte.

Pfanne foult Boyamba – der Pfiff bleibt aber aus

Wenige Minuten vor Spielabpfiff senste der Kapitän nämlich den Ex-Borussen Joseph Boyamba im Strafraum um. Eigentlich ein Elfmeter, doch der fällige Pfiff blieb aus. Glück für Pfanne und den BVB II. Die starke BVB-Serie ohne Niederlage in Pflichtspielen setzt sich also weiter fort. Aber wie schmeckt Pfanne seine Rolle eigentlich?

„Übergangsweise habe ich eine neue Rolle, das stimmt. Das ist eine ganz andere Position für mich und ich musste mich im Training erst einmal daran gewöhnen. Mittlerweile komme ich gut klar und fühle mich auch nicht unwohl. Ich bekomme auch Hilfe von Niki (Niklas Dams, Anm. d. Red.) und von Luca (Unbehaun, Anm. d. Red.). Ich spiele dort, wo ich der Mannschaft helfen kann“, sagte Pfanne nach dem Spiel gegen Mannheim.

BVB-Mittelfeldmann für Laufintensität bekannt

Pfanne, der für seine Laufintensität, seine Mentalität und Zweikampfstärke bekannt ist, musste sich also umstellen und in manchen Phasen der Spiele auch anders als sonst agieren. „Ich laufe viel weniger und muss mich hinten ein Stück cleverer anstellen und kann mich nicht in jeden Zweikampf reinknallen. Außerdem habe ich im Aufbau weniger Druck, weil ich das Spiel immer vor mir habe“, sagt der Kapitän, der dennoch gerne auf seine Stammposition zurück möchte.

„Wenn die Jungs es oben aber so gut machen, dann sollen sie natürlich oben bleiben, dann spiele ich weiterhin auch gerne als Innenverteidiger“, so Pfanne abschließend. Nun haben die BVB-Kicker erst einmal spielfrei. Das Wochenende steht im Zeichen des DFB-Pokals, der Drittliga-Betrieb ruht also. Zeit, die der BVB benötigt, um seine Verteidigung weiter einzuspielen – vielleicht dann bald auch wieder mit Maloney und Papadopoulos.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
Zur Autorenseite
Avatar

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.