BVB gegen das Kellerkind SC Paderborn - der Freitagabend als gutes Omen

hzBorussia Dortmund

Seit 26 Heimspielen an einem Freitagabend ist der BVB zu Hause ungeschlagen. Und nun geht es gegen das Schlusslicht. Die Fakten vor dem Spiel gegen den SC Paderborn.

Dortmund

, 22.11.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

01.) Und täglich grüßt das Murmeltier: Michael Zorc hatte im Vorfeld des Duells bei Bayern München „Männerfußball“ von seiner Borussia gefordert, heraus kam aber nur „Kaninchenfußball“. Der BVB agierte in München wieder einmal wie das selbige vor der berühmten Schlange, kassierte beim FCB in der Bundesliga die 6. Niederlage in Folge (bei 3:26 Toren). Die Borussia gab nur einen mickrigen Torschuss ab (durch Paco Alcacer in der 69. Minute, sonst in jedem anderen Bundesliga-Spiel seit Beginn der Datenerfassung 1992/93 mindestens 3) und verlor angesichts von 1:18 Torschüssen auch in der Höhe verdient mit 0:4. Die nach dem Trainerwechsel besonders motivierten Bayern „überrollten“ die Dortmunder wieder einmal (304 zu 237 Sprints aus FCB-Sicht – neuer Bayern-Sprintrekord seit Beginn der Datenerfassung 2011/12).

BVB gegen das Kellerkind SC Paderborn - der Freitagabend als gutes Omen

Deutliche Zahlen im Topspiel. © deltatre

Anzeige


02.) Abgebaut: Die Borussia kassierte nach dem 1:3 bei Union Berlin am 11. Spieltag in München die 2. Saisonniederlage in der Bundesliga. In der letzten Spielzeit hatte es die 2. Niederlage erst am 24. Spieltag gegeben (1:2 in Augsburg). Nach elf Spieltagen haben die Dortmunder acht Zähler weniger auf dem Konto als in der Vorsaison (19 gegenüber 27) – kein anderes Team hat im Vergleich zu 2018/19 so sehr abgebaut (am deutlichsten gesteigert hat sich im Übrigen Schalke, um 9 Zähler).

03.) Es läuft nur zu Hause: Dortmund ist in der Bundesliga seit fünf Auswärtsspielen sieglos und sammelte in der Fremde nicht einmal halb so viele Punkte (6) wie zu Hause (13). Der einzige Auswärtssieg gelang beim 3:1 in Köln – da war noch Sommer (31. August). Auch Marco Reus trumpfte in dieser Saison nur zu Hause auf, seine sechs Scorer-Punkte (fünf Tore, ein Assist) sammelte er alle in Heimspielen.

04.) Dortmund muss nun einen Zwischenspurt einlegen: In den kommenden vier Bundesliga-Partien gegen Paderborn, bei der Hertha, gegen Düsseldorf und in Mainz zählen für die Borussia eigentlich nur zwölf Punkte.

Jetzt lesen

05.) Freitagabend zu Hause quasi unschlagbar: Flutlicht im Signal Iduna Park – das ist BVB-Ambiente: Dortmund hat die letzten 26 Heimspiele an Freitagabenden nicht verloren (19 Siege, 7 Remis) – zuletzt gab es im Januar 2004 eine Heimniederlage an einem Freitagabend (0:1 gegen Schalke). Die bis heute letzte Freitagspartie in Dortmund fand am 21. Dezember 2018 statt. Beim 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach trafen Jadon Sancho und Marco Reus für den BVB.

06.) 10 Gegentore beim BVB: Beide Vereine standen sich bislang vier Mal gegenüber (2014/15 zwei Mal in der Bundesliga sowie 1985/86 und 2015/16 im DFB-Pokal), es gab dabei drei Siege der Dortmunder und ein Remis. In Dortmund endeten die Partien 3:0 (2014/15) und 7:1 (2015/16 – SCP-Coach war Stefan Effenberg). Von den Torschützen, die in Dortmund trafen, spielt aber nur noch Lukasz Piszczek für die Borussen. Das einzige Bundesliga-Duell in Dortmund könnte auch deshalb noch in Erinnerung sein, da es am 18. April 2015 das Spiel eins nach der Bekanntgabe von Jürgen Klopp war, den BVB zu verlassen (3 Tage zuvor). Bei der 0:3-Niederlage gab Paderborn übrigens nur 2 Torschüsse ab – in den 44 anderen Bundesliga-Partien immer mindestens 6.

BVB gegen das Kellerkind SC Paderborn - der Freitagabend als gutes Omen

Die Statistiken sprechen klar für den BVB © deltatre

07.) Das passt ins Bild: Mats Hummels fabrizierte in München schon das 3. Eigentor eines Dortmunders in dieser Bundesliga-Saison (nach Thomas Delaney in Frankfurt und Manuel Akanji in Freiburg, jeweils spät zum 2:2-Endstand). Drei Eigentore nach den ersten elf Bundesliga-Spieltagen hatte der BVB historisch noch nie auf dem Konto.

Lesen Sie jetzt