BVB gegen Freiburg: Als Nils Petersen Dortmund aus 41 Metern schockte

Zeitspiel

Der SC Freiburg weist gegen den BVB eine Horrorbilanz auf. Doch das Duell am 27. Januar 2018 bleibt dem Sportclub in bester Erinnerung - und vor allem Nils Petersen. Unser Zeitspiel.

Dortmund

, 05.02.2021, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Flog vergeblich: BVB-Torhüter Roman Bürki konnte das Traumtor von Nils Petersen am 20. Spieltag der Saison 17/18 nicht mehr verhindern.

Flog vergeblich: BVB-Torhüter Roman Bürki konnte das Traumtor von Nils Petersen am 20. Spieltag der Saison 17/18 nicht mehr verhindern. © imago / Team 2

Manchmal ist es nicht die Leistung des eigenen Teams, die ein Spiel im Gedächtnis bleiben lässt. Vor allem dann nicht, wenn die Mannschaft eigentlich eher mittelmäßig spielt - wie der BVB am 20. Spieltag der Saison 17/18. Beim 2:2 in Dortmund an einem sonnigen Januarnachmittag punktete der Sportclub erstmals nach 16 langen Jahren beim BVB. Hinterher sprachen alle über die spezielle Szene in der 68. Minute: Nils Petersen hatte einen Pass von Nuri Sahin abgefangen und schoss direkt aufs Tor.

41 lange Meter segelte der Ball, bis er schließlich mit dem zurückgeeilten Roman Bürki im Tornetz landete. Ein Wahnsinns-Tor, das in der ARD-Sportschau erst zum „Tor des Monats“ und dann zum „Tor des Jahres 2018“ gewählt werden sollte.

BVB und Freiburg spielen mehr Tischtennis als Fußball

Im Exklusiv-Interview mit den Ruhr Nachrichten sagte der Stürmer vor dem erneuten Duell am Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky): „Das bleibt für mich für immer in Erinnerung, weil es eine absolute Rarität war. Am liebsten würde ich es aus allen Perspektiven sehen. Da kam so viel zusammen, dass es dann auch noch Tor des Jahres wurde, dass ich auch mal einen Punkt geholt habe bei meiner schlechten Ausbeute gegen Dortmund.“ Es war der zwischenzeitliche 2:1-Führungstreffer für die Mannschaft von Christian Streich, die gegen den BVB schon früh zurückgelegen hatte.

Begeisterte und ungläubige Gesichter: Die Freiburger Mannschaft feiert das 41-Meter-Tor von Nils Petersen (Mitte).

Begeisterte und ungläubige Gesichter: Die Freiburger Mannschaft feiert das 41-Meter-Tor von Nils Petersen (Mitte). © dpa

In der 9. Minute hätte man meinen können, die Tischtennisabteilung der Borussen habe sich mit der des SC Freiburg im Strafraum des Sportclubs verabredet. Der Ball tickte von links nach rechts im Strafraum umher. Die Freiburger stocherten, bekamen die Kugel aber nicht unter Kontrolle, die Dortmunder stocherten, bekamen sie aber nicht aufs Tor, bis der Ball schließlich bei Shinji Kagawa landete. Der Japaner schloss per Seitfallzieher ab, wie es wohl kein Tischtennisspieler hinbekommen würde und brachte seine Mannschaft mit 1:0 in Führung.

Zwei Petersen-Tore reichen Freiburg nicht gegen den BVB

Diese währte aber nur bis zur 21. Minute, ehe Petersen nach Vorarbeit von Janik Haberer am kurzen Pfosten auftauchte und den Ball ins Netz drosch. Vorher hatte der amtierende Top-Joker der Bundesliga in seiner Karriere noch nie gegen die Schwarzgelben getroffen. Mit seinem Traumtor im zweiten Durchgang gelang es ihm an diesem 20. Spieltag gleich zweimal. Für drei Punkte reichte es trotzdem nicht. Es wäre der erste Sieg der Freiburger in Dortmund seit 2001 gewesen. Seit 2010 konnten die Breisgauer nicht mehr gegen den BVB gewinnen.

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Dass diese Serie auch an diesem Tag weiter Bestand hatte, verdankte der BVB Jeremy Toljan, der eine Kopfball-Abwehr der Freiburger in der dritten Minute der Nachspielzeit aus 14 Metern Volley abnahm und doch noch das 2:2 erzielte.

Ähnliche Tabellenkonstellation vor dem BVB-Spiel in Freiburg

Kurz danach war Schluss und der BVB froh, überhaupt noch einen Punkt geholt zu haben. Vor dem erneuten Aufeinandertreffen gestaltet sich die Tabellenkonstellation ähnlich. Die Borussia steht wie damals auf dem sechsten Tabellenplatz. Allerdings hat sie in dieser Saison zwei Punkte mehr auf dem Konto.

Die Freiburger rangieren im Vergleich zu damals drei Tabellenplätze und vier Punkte besser auf Platz neun und können mit einem Sieg auf drei Punkte an den BVB heranrücken. Im Auge behalten sollten die Borussen auf jeden Fall Nils Petersen.

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