BVB-Hoffnung Brandt und sein Kumpel Havertz: Wir erzählen viel Mist

Nationalmannschaft

Der Abschied von der Nationalmannschaft geriet schmerzlos: Die Kumpel Julian Brandt und Kai Havertz sehen sich am Samstag wieder - der BVB empfängt Leverkusen. Provoziert wird trotzdem.

Dortmund

, 10.09.2019, 13:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Hoffnung Brandt und sein Kumpel Havertz: Wir erzählen viel Mist

Julian Brandt (l.) und Kai Havertz sind Freunde, Kameraden im DFB-Team - und am Samstag mit ihren Klubs Gegner. © imago

Das verbale Aufwärmen für den Super-Samstag in der Bundesliga begann noch in den Katakomben des Windsor Parks in Nordirland. Der Spielplan will es so, dass nach der EM-Qualifikation vier Top-Klubs in der Liga an einem Tag aufeinandertreffen. Elf von 19 DFB-Akteuren traten mit ihren Wochenendgegnern die Rückreise aus Nordirland an. Die Bayern in Leipzig, Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen.

Havertz: „Da gibt es schon den einen oder anderen Spruch“

„Da gibt es schon den einen oder anderen Spruch, den man bekommen hat oder bekommen wird“, berichtete Leverkusens Kai Havertz vor dem Duell mit seinem Freund und Ex-Bayer-Profi Julian Brandt.

Noch auf dem Rasen in Belfast hatte Bayern-Angreifer Serge Gnabry sich eine verbale Nickligkeit gegen den Leipziger Torschützen Marcel Halstenberg nicht verkneifen können. „Der Serge kam dann nach seinem Tor zu mir und meinte, am Samstag haue ich euch auch einen rein“, verriet der RB-Verteidiger.

Verbales Verbalgeplänkel ist eine Münchner Spezialität

Seine Replik hätte sein können, dass auch er seinem DFB-Premieren-Tor einen Liga-Treffer folgen lassen wird. Halstenberg will in Leipzig aber zunächst seine Primäraufgabe in der Abwehr erfüllen und konterte keck in Richtung Gnabry: „Ich verhindere das auf jeden Fall.“

Den Reigen der meist humorvoll verpackten Kampfansagen hatte Torwart Neuer sogar schon vor dem verlorenen Spiel gegen die Niederlande (2:4) in Hamburg begonnen. Niemand versteht sich schließlich so gut auf Verbalgeplänkel im Titelrennen wie die Münchner Serienmeister. „Für die Nationalmannschaft ist es super, dass Timo gut drauf ist“, sagte der Kapitän, um dann mit Blick auf das Ligaspiel über den neben ihm sitzenden Werner zu ergänzen: „Da kann er sich ein bisschen rausnehmen.“

BVB steht nach 1:3 unter Zugzwang

Bei zwei Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter gehört ein bisschen Einschüchterung zum üblichen Bayern-Repertoire. Den Druckaufbau bis zum Samstag zu steigern, gehört zum Geschäft. Bei einer Münchner Niederlage wäre RB schon im frühen Saisonstadium um fünf Punkte voraus.

BVB-Hoffnung Brandt und sein Kumpel Havertz: Wir erzählen viel Mist

Havertz (l.) und Brandt im Trikot von Bayer Leverkusen. © dpa

Auch Dortmund sieht sich nach dem Ausrutscher bei Union Berlin als selbsterklärter Titelanwärter unter Zugzwang. Folgt gegen Bayer die nächste Niederlage, wären gleich alle drei großen Liga-Konkurrenten mehrere Punkte voran - und das ausgerechnet vor dem Champions-League-Kracher gegen den FC Barcelona kommende Woche.

Brandt: „Wir erzählen viel Mist“

„Na klar, ist das Spiel schon langsam ein Thema“, gestand Brandt. Besonders für ihn als langjährigen Leverkusener. „Die Jungs wiederzusehen und gegen sie zu spielen nach fünfeinhalb Jahren, das ist ein bisschen komisch“, sagte der Dortmunder. Mit Kumpel Havertz gebe es noch keine Spielwette, berichtete Brandt. Aber viele Frotzeleien: „Wir erzählen viel Mist“, sagte der Dortmunder Blondschopf - und trottete gemächlich Richtung Mannschaftsbus.

Mit dpa-Material

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