Nationalmannschaft

BVB-Kapitän Marco Reus: „Hatte nicht einen Gedanken an einen Rücktritt“

Marco Reus ist nach fast zweijähriger Abstinenz zurück im Kreis der Nationalmannschaft. Als zweitältester Spieler möchte der BVB-Kapitän Verantwortung übernehmen und formuliert klare Ansprüche.
Marco Reus ist zurück im Kreis der Nationalmannschaft. Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein stand der 32-Jährige Rede und Antwort. © imago images/Pressefoto Baumann

Fast zwei Jahre nach seinem letzten Auftritt ist Marco Reus zurück bei der deutschen Nationalmannschaft. Der neue Bundestrainer Hansi Flick möchte die DFB-Elf in den nächsten Monaten zurück in die Weltspitze führen. Das hat er bei seiner offiziellen Vorstellung vor drei Wochen verkündet. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch Borussia Dortmunds Marco Reus. Das machte der BVB-Star am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz klar, bei der über seine Ambitionen sprach.

BVB-Profi Reus lobt gute Gespräche mit Bundestrainer Flick

Am Donnerstag (20.45 Uhr) steht in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein in St. Gallen das erste Länderspiel unter Flicks Regie an. Vom BVB gehören Mahmoud Dahoud und Marco Reus zum Aufgebot des DFB. Letztmals war Reus, den Flick bereits vor einigen Wochen als einen der Besten auf seine Position sehr gelobt hatte, im Oktober 2019 bei der Nationalmannschaft. „Ich freue mich, dass ich wieder dabei bin. Die ersten Einheiten waren sehr, sehr positiv. Wir haben intensiv trainiert. Hansi Flick hat versucht, uns seine neue Spielphilosophie nahezubringen. Das hat auch schon ganz gut ausgesehen. Es wird aber seine Zeit brauchen, bis wir es umsetzen können“, so Reus.

Seine Rückkehr ins Nationalteam sei keine schwierige Entscheidung gewesen. In einem konstruktiven Gespräch habe er sich mit Hansi Flick über alle Eventualitäten unterhalten. „Ich habe mich sehr gefreut, dass er schnell das Gespräch gesucht hat“, so Reus. Auch die personelle Situation bewertete der Borusse positiv. „Ich glaube, dass wir gut aufgestellt sind. Wir haben viele gute Spieler, die schnell pressen können, die bereit sind, ihre Meter zu machen. Es kommt der Mannschaft entgegen, dass wir aktiv sind und Energie auf dem Platz haben“, unterstrich Reus. Spieler und Philosophie passten zueinander.

BVB-Star Marco Reus spricht über seine Rolle im DFB-Team

Nach Manuel Neuer ist der Dortmunder mit 32 Jahren bereits der zweitälteste Spieler im Team. Auf der PK sprach Reus deshalb auch über seine Rolle beim DFB. „Ich bin Kapitän einer Vereinsmannschaft. Von daher versuche ich auch hier Verantwortung zu übernehmen. Ich will immer auf dem Platz stehen und der Mannschaft helfen, das war schon immer mein Anspruch und das wird auch immer so sein“, bekräftigte Reus.

Er habe sich im Sommer ganz bewusst gegen eine Teilnahme an der Europameisterschaft entschieden, um sich körperlich und mental zu erholen. „Ich habe einfach gefühlt, dass mir eine Pause gut tut. Aber ich hatte nicht einen Gedanken an einen Rücktritt“, versicherte Reus. Er habe individuell gearbeitet, nun fühle er sich frisch und fit.

Neue App gibt Feedback bei DFB-Standardsituationen

Ab sofort gelte es, unter dem neuen Trainer Hansi Flick einen erfolgreichen Neustart zu schaffen. „Wir wollen gut loslegen, frischen Wind reinbringen, mit viel Energie und Motivation spielen“, bekannte Reus. Helfen soll den Spielern künftig auch eine App, die im Übungsbetrieb unter dem neuen Standardcoach Mads Buttgereit zum Einsatz kommt.

„Ein Sensor misst, mit wie viel Kraft und Spin du schießt. Es ist sehr interessant, zu sehen, wie das berechnet wird. Wenn du das oft machst und durch die App Feedback bekommst, hilft dir das. Standardsituation können spielentscheidend sein“, so Reus.

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