BVB-Kapitän Reus über Verletzung: „Kann aus Erfahrung sagen, dass ...“

Borussia Dortmund

BVB-Kapitän Marco Reus spricht im vereinseigenen Podcast über seine Verletzung, sein Engagement in der Corona-Krise und seine kleine Tochter.

Dortmund

, 24.04.2020, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Kapitän Marco Reus war im vereinseigenen Podcast zu Gast.

BVB-Kapitän Marco Reus war im vereinseigenen Podcast zu Gast. © Kirchner Media

Borussia Dortmund hat mittlerweile 09 Episoden seines vereinseigenen Podcasts auf den Markt gebracht. In der aktuellen Ausgabe ist BVB-Kapitän Marco Reus zu Gast, der unter anderem über seine Verletzung, sein Engagement in der Corona-Krise und seine kleine Tochter spricht. Wir haben seine Aussagen zusammengefasst.

Das sagt BVB-Kapitän Marco Reus über...

... seine Podcast-Erfahrungen: „Es ist mein erster Podcast, ehrlich gesagt. So ein Podcast ist aber etwas schönes, wenn man im Auto sitzt oder mal zu Hause einem langweilig wird. Ich habe schon ein paar gehört und bin mal gespannt, was auf mich zukommt.“

... generelle Erfahrungen mit Interview-Situationen: „Direkt nach dem Spiel ist es schwierig. Die Emotionen kochen hoch und gerade als Kapitän musst du versuchen, sachlich zu bleiben. Du kannst aber auch nicht direkt in die Analyse gehen, du musst das Spiel erst verarbeiten. Generell mag ich Situationen wie jetzt – wo es locker hergeht und wo nicht immer die gleichen Fragen gestellt werden.“


... Kritik im Sport: „Die gehört dazu, aber sie muss sachlich sein. Wenn einer 90 Minuten schlecht spielt, kann er nicht für ein Tor gelobt werden. Zum Fußball gehört es auch immer dazu, gut zu spielen. Andersherum ist es genauso.“


... seine Verletzung: „Mir geht‘s gut, mir geht‘s besser. Ich kann schon einiges machen. Als die Zwangspause wegen des Coronavirus kam, haben wir uns zusammengesetzt und gesagt, es wäre hilfreich, die Verletzung komplett auszukurieren und den Körper in einen noch besseren Zustand zu bringen. Ich bin voll im Reha-Plan läuferisch und mit dem Ball.“


... die Schwierigkeit, wieder voll ins Training einzusteigen: „Ich kann aus Erfahrung sagen, dass dieser Schritt zwischen Reha- und Mannschaftstraining extrem hart ist, weil der Umfang ganz anders ist. Vom Mannschaftstraining hin zum Spiel ist es dann noch mal eine ganz andere Sache.“

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... die Corona-Zwangspause: „Es tat mir persönlich leid, dass wir so einen Stopp vornehmen mussten. Aber das war natürlich nötig, weil es nicht anders ging. Für mich war es dann der logische Schritt, dass wir es bei mir langsamer angehen lassen. Das ist gut – aber das ganze Drumherum ist natürlich weniger gut.“


... die Wiederaufnahme der Bundesliga: „Ich würde am liebsten morgen wieder anfangen. Daran wird es nicht scheitern. Aber wir müssen schauen, dass alles gewährleistet ist, was die Regierung oder die DFL von uns fordern. Ich glaube, dass viele sich freuen würden, wenn am Wochenende wieder die Kugel rollt. Dann hätte man ein bisschen Ablenkung und könnte ein bisschen zur Normalität zurückkehren.“

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... seine kleine Tochter: „Früher gab es meistens nur den Fußball in meinem Leben. Ich denke, jeder, der Kinder hat, weiß, wovon ich spreche. Der Fußball ist immer noch wichtig. Aber du weißt halt, dass du etwas zu Hause hast, was deine Liebe und deine Aufmerksamkeit braucht.“


... die Initiative „#HelpYourHometown“, die er und seine Freundin ins Leben gerufen haben: „Wir wollten schon die ganze Zeit eine Initiative ins Leben rufen, aber es fehlte die Vision dahinter. Weil ich hier geboren und aufgewachsen bin und mein ganzes Leben hier verbracht habe, wollen wir versuchen, Menschen in der Umgebung zu helfen, die finanziell eine schwierige Phase durchmachen. Ich bin sehr stolz drauf, was wir auf die Beine gestellt haben.“

... das Engagement von Erling Haaland: „Ich war selber überrascht, weil Erling erst seit ungefähr drei Monaten hier ist. Ich wurde dann darüber informiert, dass er spenden möchte und seinen Teil dazu beitragen möchte. Ich habe dann mit ihm gesprochen und mich bei ihm bedankt, dass er in dieser Phase, in der er Dortmund noch so wenig kennt, unsere Initiative unterstützen möchte.“

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