Von Spiel zu Spiel war gestern: Borussia Dortmund muss in der Corona-Krise neu denken

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Die Bundesliga ruht mindestens bis Ende April. Das ist nicht nur für den BVB eine große Herausforderung, sondern für den gesamten Fußball – aber es ist richtig. Tobias Jöhren kommentiert.

Dortmund

, 25.03.2020, 09:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Fußballer denken ja bekanntlich immer nur von Spiel zu Spiel, sagen sie zumindest ständig. In diesen Tagen allerdings ist eine der wohl am häufigsten verwendeten Fußballer-Floskeln außer Kraft gesetzt. Aktuell weiß niemand, wann das nächste Spiel ansteht – und deswegen wird während der Corona-Krise nur noch von Spielabsage zu Spielabsage gedacht.

Dass der ursprünglich erhoffte Fortsetzungstermin der Bundesliga Anfang April nicht zu halten sein würde, war bereits lange vor der Videokonferenz des DFL-Präsidiums am Dienstag klar. Nun geht es also frühestens Anfang Mai weiter.

Empfehlung des DFL-Präsidiums ist richtig

Die Empfehlung des DFL-Präsidiums ist zwar schwere Kost für jeden Fußballfan, auch für jeden Trainingsplan eines Bundesliga-Trainers, aber sie ist freilich alternativlos und richtig. Die Gesundheit der Bevölkerung und der Kampf gegen das Coronavirus gehen vor – und bei allem wirtschaftlichen Druck, der den Profifußball immer weiter in die Enge und in Existenznöte treibt, wäre jede andere Empfehlung der DFL ein falsches Signal gewesen.

Bevor das öffentliche Leben hierzulande nicht zumindest in Teilen wieder anläuft, ist Profifußball – auch in leeren Stadien – nur sehr schwer vermittelbar. Die Zeit des Kontaktverbots ist eben keine gute Zeit für Zweikämpfe, und sie ist ja auch ganz allgemein einfach keine gute Zeit. Vieles fehlt.

Fußball steht vor riesiger Herausforderung

Wie die Gesellschaft steht auch der Fußball in den kommenden Wochen und Monaten vor einer riesigen Herausforderung. Die gute Nachricht ist: Durch die Verlegung der Europameisterschaft in den Sommer 2021 ist das Zeitfenster für eine finanziell so wichtige Fortsetzung der Bundesliga-Saison deutlich größer geworden. Die schlechte Nachricht lautet: Eine Garantie für eine Fortsetzung der Spielzeit das deshalb noch lange nicht.

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Wie es letztendlich mit der Bundesliga weitergeht, ist noch unklar. Ein mögliches BVB-Szenario wäre ziemlich eng getaktet.

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