„Nicht akzeptabel“ - BVB kritisiert Vorgehen der Berliner Polizei

Reizgas-Einsatz

Nach dem Reizgas-Einsatz im BVB-Fanbblock beim Spiel in Berlin hat Borussia Dortmund das Vorgehen der Polizei in einer Stellungnahme als „nicht akzeptabel“ kritisiert.

Dortmund

, 09.09.2019, 18:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Nicht akzeptabel“ - BVB kritisiert Vorgehen der Berliner Polizei

Die Berliner Polizei setzte unkontrolliert Reizgas ein im Dortmunder Fanblock. Viele friedliche Fans seien verletzt worden, kritisiert der BVB. © imago

Vorweg schickt der BVB in seiner Einlassung die Maxime: „Borussia Dortmund toleriert keine Fan-Gewalt.“ Die Analyse der Vorkommnisse in Berlin habe aber auch ergeben, dass die Polizei - anstatt zu deeskalieren - direkt Reizgas eingesetzt und damit panische Reaktionen ausgelöst habe.

99 Hilfeleistungen während des Spiels

„Aus Sicht des BVB erfolgte der Reizgas-Einsatz aus nicht nachvollziehbaren Gründen und zum Teil von Positionen, die es nicht erlaubten, die wenigen gewaltbereiten Fans vom Gros der Unbeteiligten zu separieren.“

Durch den Polizeieinsatz seien viele friedliche Fans verletzt worden, darunter Kinder. Bei 99 Hilfeleistungen des Sanitäts- und Rettungsdienstes sei 23 Mal eindeutig der Reizgaseinsatz die Ursache gewesen.

BVB fordert kritische Auseinandersetzung

Aus Klubsicht „nicht akzeptabel: BVB-Fanbeauftragte und Fanprojekt-Mitarbeiter wurden mitunter an ihrer Arbeit gehindert und körperlich angegangen. Interventions- und Konflikt-Arbeit war so kaum möglich.“

Der BVB fordert von der Polizei eine kritische Auseinandersetzung mit ihrer Strategie, die aus Perspektive des BVB und seiner Fans als nicht schlüssig bewertet wird. Die Berliner Beamten hatten ihr Vorgehen in einer Pressemitteilung mit Angriffen von Dortmunder Fans begründet.

Fanhilfe übt scharfe Kritik

In der vergangenen Woche hatte auch die Fanhilfe Dortmund den Polizeieinsatz scharf kritisiert und als „unverhältnismäßig und somit rechtswidrig“ eingestuft.

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