BVB-Neuzugang Bellingham: Schwerer Rucksack für einen 17-Jährigen

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Borussia Dortmund verpflichtet Jude Bellingham und zahlt enorm viel Geld für einen Teenager ohne Erstliga-Erfahrung. Für den Spieler und den BVB birgt das ein großes Risiko. Ein Kommentar.

Dortmund

, 20.07.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Borussia Dortmund zahlt minimum 23 Millionen Euro für einen 17-jährigen Nachwuchs-Profi ohne Erstliga-Erfahrung – die Verpflichtung von Jude Bellingham lässt aufhorchen und markiert einen Meilenstein. Der BVB muss sich der Perspektiven dieses Teenagers absolut sicher sein, um so tief in die Tasche zu greifen. Allemal in Zeiten der Coronakrise, die auch für Fußballklubs eine ökonomische Klemme bedeutet und in denen sonst Demut gepredigt wird. Das Risiko, bei einem Misserfolg scharfe Kritik zu ernten, steigt durch Preis und Zeitpunkt des Transfers nochmal an.

Jude Bellingham: BVB hat namhafte Konkurrenz ausgestochen

Beim Werben um Bellingham namhafte und spendablere Konkurrenz ausgestochen zu haben, dürfen die Borussen wiederum als Ergebnis für die Arbeit der vergangenen Jahre sehen. In Dortmund sind die Chancen auf Spielpraxis und Weiterentwicklung auf höchstem internationalen Niveau besser als anderswo. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal und für die „high potentials“ oft wertvoller als Bares, das bestätigt Bellingham direkt.

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Für die (Un-)Summen, mit denen im Rattenrennen des Transfermarkts bereits um Jugendliche gebuhlt wird, kann Bellingham nichts. Doch bei dieser Vorgeschichte liegt der mit höchsten Erwartungen gefüllte Rucksack gleich bereit, noch bevor das vermeintliche Wunderkind seinen ersten Arbeitstag hatte.

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