Seine erster Auftritt im BVB-Trikot: Donyell Malen im DFB-Pokal gegen Wehen Wiesbaden. © imago images/Revierfoto
Borussia Dortmund

BVB-Neuzugang Donyell Malen: Es lasten große Hoffnungen auf ihm

BVB-Neuzugang Donyell Malen hat gegen den SV Wehen Wiesbaden sein Debüt gefeiert. Auf dem 30-Millionen-Mann ruhen bei Borussia Dortmund große Hoffnungen. Kann er sie erfüllen?

Im DFB-Pokalspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden läuft die 66. Minute, als Donyell Malen für Steffen Tigges eingewechselt wird. Es ist sein Debüt für die Schwarzgelben und er hätte es nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung mit einem Tor krönen können. Erling Haaland legt ihm den Ball im Sechzehner quer, Malen hat freie Schussbahn – scheitert aber an Wiesbadens Schlussmann Florian Stritzel.

BVB-Neuzugang Donyell Malen hat den Ruf als Chancentod

Es war eine dieser Chancen, die man Hundertprozentige nennt, die der 22-Jährige in dieser Situation liegen ließ. Und da zeigte sich das, was man aus den Niederlanden schon vermehrt gehört hatte. Denn trotz 40 Treffern in insgesamt 81 Ligaspielen haftet Donyell Malen der Ruf des Chancentods an. Zu viele große Möglichkeiten lasse er aus, zu unkonzentriert sei er oftmals im Abschluss. So wie in Wiesbaden.

In der vergangenen Spielzeit hat er es dennoch auf stolze 27 Treffer gebracht. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass Malen sich, selbst wenn er die eine oder andere Chance vergibt, trotzdem genügend Abschlussmöglichkeiten erarbeitet. Auch eine Qualität.

BVB-Sieg im Pokal zeigt: Malen noch nicht auf höchstem Fitnesslevel

Aber klar: An seiner Effizienz wird Donyell Malen noch arbeiten müssen. Und an seiner Fitness. Das hat der Kurzauftritt im DFB-Pokal dann doch recht scharmlos aufgedeckt. Richtig austrainiert wirkte der Neuzugang noch nicht, auch von seinen gefürchteten Antritten war bislang kaum etwas zu sehen.

Im Trainingslager machte BVB-Neuzugang Donyell Malen einen guten Eindruck. An der Fitness hapert es aber noch ein wenig. © imago images/Kirchner-Media © imago images/Kirchner-Media

Nun muss man aber die Kirche auch noch im Dorf lassen, schließlich ist er erst seit knapp zwei Wochen beim BVB und stand gerade einmal 25 Minuten auf dem Platz. Trotzdem muss er sich an seinen Leistungen messen lassen, schließlich ruhen in Dortmund große Hoffnungen auf dem 22-Jährigen.

Donyell Malen war immer das Transferziel Nummer eins des BVB

Mit der nötigen Ruhe und Beharrlichkeit hatten BVB-Sportdirektor Michael Zorc und sein designierter Nachfolger Sebastian Kehl an dem Transfer des Niederländers gearbeitet. Donyell Malen war von Anfang an das Transferziel Nummer eins, er sollte der BVB-Königstransfer, der Sancho-Nachfolger, werden.

Davon ließen sich die BVB-Verantwortlichen auch nicht abbringen, als sich die Verhandlungen mit der PSV Eindhoven und Star-Berater Mino Raiola immer weiter in die Länge zogen. Am Ende wurden sie für ihre Geduld belohnt. Sie bekamen ihren Wunschspieler.

Malen ist flexibel im BVB-System einsetzbar

Im Trainingslager in Bad Ragaz ließ der auch gleich mal aufblitzen, was er am Ball so alles kann. Hacke hier, starker Pass da, gefährlicher Abschluss dort. Aber auch dort haperte es das ein oder andere mal schon vor dem Kasten. Mit ihm hat der BVB mit Sicherheit noch keinen vollkommenen Starspieler verpflichtet.

Nichtsdestotrotz hat Donyell Malen das Zeug dazu, in Dortmund zu einem Spieler zu reifen, der dem BVB in Zukunft große Freude bereiten kann. Als zweiter Stürmer neben Erling Haaland, hinter den Spitzen oder auch auf der Außenbahn. Denn seine Fähigkeiten sind unbestritten. Und das mit dem Toreschießen in Schwarzgelb klappt dann auch bald ganz bestimmt.

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