BVB-Neuzugang Reinier exklusiv: Auf den Spuren des berühmten Kaka

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Borussia Dortmunds Neuzugang Reinier wandelt auf den Spuren des berühmten Kaka. Sein großes Vorbild ist aber ein BVB-Profi, wie der 18-Jährige im Exklusiv-Interview verrät.

Dortmund

, 11.10.2020, 17:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Neue beim BVB ist einer wie der berühmte Kaka. Ein echter Zehner eben. Reiniers Qualitäten werden in Brasilien hoch geschätzt. Jetzt will er bei Borussia Dortmund zeigen, was er kann. Reinier will aber noch mehr.

BVB-Neuzugang Reinier: „Ich will meinen eigenen Stil kreieren“

„Ich will meinen eigenen Stil kreieren“, sagt der 18-Jährige. Und er will von Marco Reus lernen. Denn der BVB-Kapitän ist schon lange sein großes Vorbild. Ihn habe er schon seit seinen Kindertagen bewundert, gestand Reinier jetzt im Exklusiv-Interview mit den Ruhr Nachrichten. Und genau deshalb seien die ersten Momente in Diensten von Borussia Dortmund auch ganz besondere gewesen. „Ich musste mich am ersten Tag immer vergewissern, ob er es wirklich ist, ob er wirklich da in der Kabine sitzt“, gesteht Reinier und lacht. „Es war toll.“

Überhaupt waren die vergangenen zehn Monate im Leben des Jungprofis außergewöhnlich. Mitunter verrückt. Erst sein 18. Geburtstag im Januar, am Tag danach der Wechsel von Flamengo Rio de Janeiro zu Real Madrid. Dann die Coronakrise und Monate ohne ein einziges Spiel, im Sommer die Leihe für zwei Jahre zu Borussia Dortmund. Die ersten Einsätze im BVB-Trikot, dazu tausend Eindrücke neuer Länder, Kulturen und Klubs. Fern von zu Hause.

Reinier will in Europa zu einem großen Spieler heranreifen

Trotzdem hat der ganze Wirbel Reinier nicht von dessen Zielen abbringen können. Sich in Europa durchzusetzen, zu beweisen, dass er in der Tat zu dem großen Spielmacher heranreifen kann, den viele Experten gerade in Brasilien in ihm sehen. Schon als er als Kapitän die U17 seines Heimatlandes anführte und dank kluger Pässe und einiger Tore zu Erfolgen führte, verglichen sie ihn mit einigen Größen, die einst rund um Copacabana und Zuckerhut die Massen verzückt hatten. Reinier selbst mag die Art, wie Kaka Fußball spielte, am liebsten. „Wir sind uns als Spielertypen ähnlich. Er war immer ein Vorbild für mich. Aber ich will ihn nicht imitieren“, erklärt Reinier.

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Um es zu ähnlich großem Ruhm wie Kaka zu bringen, der 2007 zum Weltfußballer gekrönt wurde, muss und will der Neu-Borusse hart an sich arbeiten. Er will sich taktisch verbessern, „ich will mir viel von meinen Mitspielern im Training abschauen“, sagt er. Und er will so schnell wie möglich das athletisch anspruchsvolle Spiel in der Fußball-Bundesliga verinnerlichen. Sich durch intensives Training Rückstand aufholen, ins Team arbeiten. „Es wird von Tag zu Tag besser“, sagt Reinier den Ruhr Nachrichten.

Borussia Dortmund wird auch von Reinier profitieren

Profitieren soll von dem Leihgeschäft, das der BVB mit Real Madrid für zwei Saisons vereinbarte, nicht nur der ohne Zweifel hoch veranlagte Spieler. Auch die Borussia erhofft sich auf Sicht von dem brasilianischen Teenager eine ertragreiche Ernte. Reinier soll die Offensivkraft des BVB verstärken, soll sie noch unberechenbarer machen, schließlich zeichnen den Junioren-Nationalspieler nicht nur Torgefahr und ein gutes Auge für die Mitspieler aus.

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Als großer Vorteil für Borussia Dortmund könnte sich seine Variabilität erweisen. Reinier kann rund um den oder im gegnerischen Strafraum fast jede Position besetzen, „auch, wenn ich mich zentral auf der 10 am wohlsten fühle“. Heißt: Er könnte ebenso Erling Haaland im Sturmzentrum als auch Marco Reus im Zentrum oder Jadon Sancho oder Thorgan Hazard auf den Flügeln ersetzen. Ihnen im Training vielleicht auch Druck machen.

BVB-Spotdirektor Michael Zorc von Reinier angetan

„Er ist selbstbewusst und weiß, was er kann. Und er bringt viel mit, um ein Topspieler zu werden“, sagt BVB-Sportdirektor Michael Zorc, der ihn schon seit mehr als zwei Jahren auf dem Scouting-Radar hatte, über Reinier. Dass er mit der Borussia hohe Ambitionen hegt, das hat Reinier den Ruhr Nachrichten auch noch verraten: „Diese Mannschaft hat genügend Potenzial, um Pokale zu gewinnen.“ Mit ihm als neuem Kaka?

Das komplette Exklusiv-Interview mit BVB-Neuzugang Reinier gibt es am Montag, 11. Oktober, ab 7.09 Uhr nur auf RuhrNachrichten.de/BVB.
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