BVB-Phänomen Erling Haaland: Nach der großen Party geht‘s ab durch den Hinterausgang

hzBorussia Dortmund

Die Festspiel-Wochen des Erling Haaland beim BVB gehen weiter - Rekorde purzeln. Nach seinem Doppelpack gegen Köln wählt der Norweger dennoch den Hinterausgang.

Dortmund

, 25.01.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Da stand er also. Die arme weit ausgebreitet, ein dickes Grinsen auf dem Gesicht. Es wirkte in diesem Moment, als sauge er die ganze Wucht der Gelben Wand in sich auf. Diese mächtige Tribüne, auf die er sich so gefreut hatte, die so viel Kraft erzeugen kann, von der er schon Videos an seine Freunde verschickt hatte, bevor er sie das erste Mal seinen Namen hatte rufen hören. Torschütze mit der Nummer 17. Erling Haaland.

Am Freitagabend wollte die Südtribüne am liebsten gar nicht mehr aufhören, Haalands Namen zu rufen. Bei seiner Einwechslung bebte sie, bei seinen beiden Toren verfiel sie in Ekstase. Haaland zum 4:1, Haaland zum 5:1. Zwei Spiele, fünf Tore, zwei Rekorde. Noch nie traf ein Spieler in der Bundesliga-Geschichte so oft in seinen ersten beiden Partien, noch nie benötigte ein Spieler für seine ersten fünf Tore in der deutschen Fußball-Beletage nur 57 Minuten. Haaland und Borussia Dortmund. Diese Geschichte beginnt wie eine Beziehung frisch verliebter Teenager. Ziemlich viel Rausch, ziemlich viel Rosarot.

BVB-Lob von allen Seiten für Erling Haaland

Das Lob von allen Seiten ließ am Freitag freilich nicht lange auf sich warten. „Er gibt immer Vollgas. Mir gefällt seine Arbeitsauffassung außerordentlich gut“, sagte Mats Hummels beispielsweise. „Deswegen glaube ich, dass er sich von dem ganzen Hype um seine Person nicht anstecken lässt.“ Axel Witsel lobte Haalands gute Technik. Roman Bürki scherzte, er fände es schade, dass der Norweger nach drei Toren zum Start dieses Mal nur zwei Treffer habe folgen lassen. „Wer weiß schon, wo der Weg hinführt.“

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Bundesliga, 19. Spieltag: BVB - 1. FC Köln 5:1 (2:0)

Die Bilder des Bundesliga-Spiels zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln.
24.01.2020
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Bilder des Bundesliga-Spiels zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln.© dpa
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Trainer Lucien Favre erklärte: „Er ist nicht zu bremsen. Er will immer trainieren, er will immer gewinnen. Für mich als Trainer ist es fantastisch, solch einen Spieler zur Verfügung zu haben.“ Und Sebastian Kehl, Leiter der BVB-Lizenzspielabteilung, meinte: „Erling hatte vorige Woche schon ein berauschendes Erlebnis. Jetzt in seinem ersten Heimspiel zweimal zu treffen, das kann man ja gar nicht besser malen. Das freut uns alle.“

Erling Haaland ist kein Freund langer Reden

Doch zumindest Kehl wollte die Chance nicht verpassen, bei aller Euphorie auch an die Vernunft zu appellieren. Natürlich sei das ein euphorischer Start, „aber es ist es wichtig, dass wir die Situation richtig einschätzen und ruhig bleiben“.

Haaland selbst sprach nicht über sein erstes Spiel vor der Südtribüne. Er wählte den Hinterausgang aus den Katakomben des Signal Iduna Parks und mied den Weg vorbei an den Journalisten. Der 19-Jährige ist ohnehin kein Freund langer Reden - und vermutlich haben die ersten beiden Auftritte im BVB-Trikot auch erst einmal genug über ihn erzählt. Der Neuzugang, den Sportdirektor Michael Zorc einen „positiv Verrückten“ nennt, gibt dem BVB-Spiel offenkundig etwas, das in der Hinrunde zu oft gefehlt hat. Vielleicht lässt es sich mit Zielstrebigkeit und Gier am besten zusammenfassen.

Haaland erzielt fünf Tore in 57 Minuten für den BVB

Die Frage wird nun sein, wie lange der Rausch anhält. Die ersten Eindrücke, das betonen alle beim BVB, geben wenig Grund zur Sorge, dass Haaland sich den Kopf verdrehen lassen könnte. Wunderdinge erwartet weiterhin niemand von ihm. Für Verwunderung aber hat er schon gesorgt. Nicht auf der Südtribüne, sondern im ganzen Verein. Innerhalb von 57 Minuten. Und ausschließlich im positiven Sinne.

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