BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball: Der Status quo ist nicht unbefriedigend

Borussia Dortmund

Das 1:2 in Hoffenheim konnte auch BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball nicht so einfach aus den Kleidern schütteln. „Ich habe länger gebraucht als sonst, um diese Niederlage zu verkraften“, gestand er.

Dortmund

, 23.12.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball: Der Status quo ist nicht unbefriedigend

Dr. Reinhard Rauball sieht weiterhin die Chance, alle Ziele mit dem BVB zu erreichen. © David Inderlied

Gerade weil der BVB in der finalen Partie der Bundesliga-Hinrunde über weite Strecken so überlegen agierte, „war es für mich nicht vorstellbar, dass wir das noch verlieren“, sagte Borussia Dortmunds Präsident Dr. Reinhard Rauball.

Sogar als Mats Hummels aufgrund seiner Verletzung in der Halbzeitpause ausgewechselt werden musste, habe sich die Wende nicht abgezeichnet. Umso größer also der Schock, als die Borussia sich die Punkte noch in der Schlussphase entreißen ließ.

„Wir hätten vorher das 2:0 mehrfach erzielen müssen“, haderte Rauball, der auch einige Tage nach der Niederlage noch nach Erklärungen dafür suchte: „Vielleicht war es ein Krafteinbruch bei einigen Spielern, deshalb denke ich auch, dass die Winterpause jetzt für uns zum richtigen Zeitpunkt kommt.“

Reinhard Rauball: „Es fehlte ein Teil des Rückgrats der Mannschaft“

Die Spieler könnten nun regenerieren, und die zuletzt verletzten Profis Axel Witsel, Marco Reus und Thomas Delaney könnten dann gesund zurückkommen. „Das waren für uns wesentliche Ausfälle, es fehlte ein Teil des Rückgrats der Mannschaft“, betonte der Präsident.

BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball: Der Status quo ist nicht unbefriedigend

Reinhard Rauball hofft, dass der BVB schnell wieder an die Spitze heranrückt. © Guido Kirchner

Er habe sich jüngst dabei ertappt, verriet der 72-Jährige, dass er den Rückrundenstart gedanklich durchgespielt habe. Welche Aufgaben warten an den Spieltagen 18 bis 21 auf den BVB, welche warten auf die Konkurrenten in der Spitzengruppe der Liga? Rauballs Ergebnis: „Es macht mir Hoffnung, dass wir schon in dieser Phase wieder nah an die Spitze heranrücken können, ohne dabei auch nur einen Gegner zu unterschätzen.“

Die Borussia beginnt die Rückrunde in Augsburg, dann geht es gegen Köln, Union Berlin und nach Leverkusen. In diesen Partien müsse sich das Team das Selbstvertrauen holen, dass es für die entscheidenden Momente im Saisonendspurt brauche.

Alle BVB-Ziele sind weiterhin erreichbar

Denn trotz des enttäuschenden letzten Aktes der Hinrunde und sieben Zählern Rückstand auf Tabellenführer Leipzig sei „der Status quo nicht unbefriedigend“, sagte Reinhard Rauball: „Alle Ziele in Meisterschaft, Pokal und Champions League sind noch zu erreichen.“

Und so freue er sich auf die Herausforderungen der Rückrunde, vor der aber zunächst ein kurzes Durchatmen ansteht - denn der BVB-Präsident feiert am ersten Weihnachtstag seinen 73. Geburtstag. Ein rauschendes Fest wird es nicht geben im Hause Rauball.

„Wenn sie 73 werden, dann haben sie ihren Geburtstag ja schon 72 Mal gefeiert. Da kann man also diesen Tag etwas entspannter angehen, beim Essen und bei guten Gesprächen mit der Familie.“ Für Spektakel und eine große Party kann ja der BVB im neuen Jahr auf dem Rasen sorgen.

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