BVB-Präsident Rauball ehrt den FC Bayern für soziales Engagement

Solidarfonds-Stiftung NRW

Sportlich sind der BVB und der FC Bayern große Rivalen - auf der sozialen Ebene ziehen beide Klubs an einem Strang. Dortmunds Präsident Rauball zeichnete den Rekordmeister am Samstag aus.

Castrop-Rauxel

, 16.11.2019, 21:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Präsident Rauball ehrt den FC Bayern für soziales Engagement

BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball (r.) zeichnte den FC Bayern und Karl-Heinz Rummenigge für vorbildliches soziales Engagement aus. © dpa

Bei der Jubiläums-Gala der „Solidarfonds-Stiftung NRW“ wurde der FC Bayern München am Samstagabend in der Europahalle in Castrop-Rauxel mit dem Ehren-Award für soziales Engagement ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Dr. Reinhard Rauball - der BVB-Präsident und Sportdirektor Michael Zorc vertraten den kurzfristig verhinderten Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

BVB-Präsident Rauball: „Es wäre mir schwer gefallen“

Rauball zeigte sich erleichtert, dass die Gala in Anbetracht der 0:4-Klatsche für den BVB in München nicht eine Woche früher angesetzt wurde. „Es wäre mir schwer gefallen“, gab Rauball zu, „einen Einstig in diese Thematik zu finden. Wahrscheinlich hätte ich mich krank gemeldet. Heute fällt es mir leicht.“

Rauball lobte das soziale Engagement des Bundesliga-Konkurrenten: „Auch hier spielt der deutsche Rekordmeister in der Champions League. Den Einsatz des FC Bayern München für Menschen auf der Schattenseite unserer Gesellschaft darf man als vorbildlich bezeichnen. Das wird in der breiten Öffentlichkeit nur sehr peripher wahrgenommen.“

Kleine verbale Spitze des BVB-Präsidenten

Eine kleine verbale Spitze konnte sich der BVB-Präsident in Richtung Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandvorsitzender des FC Bayern, dann aber doch nicht verkneifen: „Im Ruhrgebiet“, so Rauball, seien die Münchner ja „etwas umstritten“ - im sozialen Bereich jedoch „herausragend“.

BVB-Präsident Rauball ehrt den FC Bayern für soziales Engagement

Karl-Heinz Rummenigge erklärte: „Der Preis ist Ansporn, unsere Hilfe fortzusetzen.“ © dpa

Rummenigge, der trotz des Geburtstags seiner Tochter am Samstag angereist war, bedankte sich herzlich: „Ich weiß schon, dass ich hier im Herzen des Ruhrgebiets bin - zehn Minuten entfernt von Blauweißen und Schwarzgelben. Ich bedanke mich im Namen des ganzen Klubs.“ Fußballvereine müssten auch eine „gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Der Preis ist Ansporn, unsere Hilfe fortzusetzen“.

Rummenigge: „Uns verbindet eine große gegenseitige Wertschätzung“

Und in Richtung Rauball sagte der 64-Jährige: „Uns verbindet nicht nur eine große gegenseitige Wertschätzung, obwohl ja bei beiden Klubs hin und wieder die Fetzen fliegen. Borussia Dortmund und der FC Bayern haben gezeigt, dass gemeinsame Hilfe viel wichtiger ist als jedes noch so wichtige Titelrennen.“

Die Solidarfondsstiftung wurde 1989 gegründet. Sie fördert und initiiert schul- und bildungsbezogene Projekte, um junge Menschen und benachteiligte Kinder zu unterstützen.
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