BVB-Profi Dan-Axel Zagadou kämpft gegen Rassismus: Er war selbst Opfer

Borussia Dortmund

Borussia Dortmunds Verteidiger Dan-Axel Zagadou kämpft gegen Rassismus. Der 21-Jährige hat selbst schon schlimme Erfahrungen gemacht.

Dortmund, Bad Ragaz

, 17.08.2020, 11:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Verteidiger Dan-Axel Zagadou.

BVB-Verteidiger Dan-Axel Zagadou. © Noah Wedel

Rassismus hat in Fußballstadien nichts zu suchen. Trotzdem erleben gerade schwarze Spieler immer wieder schlimme Vorfälle. BVB-Verteidiger Dan-Axel Zagadou hat Rassismus schon am eigenen Leib erfahren und kämpft dagegen an.

BVB-Profi Dan-Axel Zagadou kämpft gegen Rassismus

„Zunächst mal, weil ich selbst schwarz bin. Dabei ist das eigentlich kein guter Grund: Jeder sollte Rassismus bekämpfen, unabhängig von der Hautfarbe“, antwortet BVB-Profi Zagadou in einem Interview mit Funke Sport auf die Frage, warum er sich für Gleichberechtigung und gegen Rassismus ausspreche. „Viele Dinge, die sich derzeit auf der Welt abspielen, sind für mich schwer zu ertragen“, sagt Zagadou.

Der 1,96 Meter große Abwehrspieler von Borussia Dortmund hat selbst schlimme Erfahrungen gemacht, vor allem in den Anfängen seiner Karriere. „Ich wurde mehrmals von der Polizei kontrolliert, nur weil ich schwarz bin, als ich in Paris gelebt habe. Beim Fußball wollten manche Eltern ihre Kinder nicht gegen meine Mannschaft spielen lassen, weil ich groß und schwarz bin. Das ist schrecklich und deswegen versuche ich, mit meinen Mitteln zu Veränderungen beizutragen“, erzählt Zagadou.

BVB-Verteidiger Zagadou: „Jeder muss sich stärker engagieren“

Damit so etwas bald der Vergangenheit angehört, setzt er sich verstärkt gegen Rassismus ein – und hofft auf Unterstützung. „Jeder muss sich stärker engagieren. Wenn wir immer noch Affenrufe in Stadien hören, wird offensichtlich noch nicht genug getan“, so Zagadou, der in dem Interview (Bezahlschranke) nicht nur über seinen Kampf gegen den Rassismus spricht.

Das sagt BVB-Verteidiger Dan-Axel Zagadou über...

... seine Verletzung: „Es geht. Ich habe mich während des Testspiels beim SCR Altach verletzt und zwar an dem Knie, an dem ich in der letzten Saison schon den Außenband-Anriss hatte. Ich weiß noch nicht genau, was es jetzt für eine Verletzung ist, aber ich werde wohl nicht so lange ausfallen – hoffe ich zumindest.“


... BVB-Toptalent Youssoufa Moukoko: „Er ist sehr stark. Ich habe noch nie so einen guten 15-Jährigen gesehen. Aber er ist jung, deswegen sollten wir ihn in Ruhe lassen, ihn sich in Ruhe entwickeln lassen. An ihm wird Dortmund noch viel Spaß haben.“


... die Neuzugänge Thomas Meunier und Jude Bellingham: „Das sind super Spieler. Aber auch die ganzen jungen Spieler, die jetzt dabei sind. Sie sind sehr stark und haben großes Talent. Sie werden uns noch viel Freude bereiten.“


... über die sportlichen Ziele: „Wir müssen mehr Spiele gewinnen, vor allem jene, die auf dem Papier einfach aussehen. Wir haben letztes Jahr zu viele Fehler gegen die sogenannten kleinen Mannschaften gemacht – wobei es keine wirklich kleinen Mannschaften in der Bundesliga gibt. Wir müssen diese Spiele ernsthafter und konzentrierter angehen, dann werden wir auch erfolgreicher sein.“


... den Verbleib von Jadon Sancho: „Das hat mich sehr gefreut, weil er für unsere Mannschaft so wichtig ist. Er schießt viele Tore und bereitet viele vor – und ich hoffe, dass er das auch in der kommenden Saison tut.“


... Vertragsgespräche mit BVB-Sportdirektor Michael Zorc: „Noch hat er mich nicht drauf angesprochen. Ich fühle mich in Dortmund wohl, ich habe keinen Grund, den Klub zu wechseln – und ich habe ohnehin noch einen langfristigen Vertrag. Deswegen lasse ich das in Ruhe auf mich zukommen.“

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