BVB-Profi Julian Brandt vermisst den „Spinner“ Marco Reus

Borussia Dortmund

An Kabinen-Alltag ist bei Borussia Dortmund aktuell nicht zu denken. Julian Brandt fehlt „das Gequatsche“ mit den BVB-Mitspielern – und der Quatsch des Kapitäns.

Dortmund

, 01.04.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Julian Brandt (r.) vermisst BVB-Kapitän Marco Reus.

Julian Brandt (r.) vermisst BVB-Kapitän Marco Reus. © Kirchner-Media

Was in der Kabine passiert, bleibt auch in der Kabine. Diese Regel gilt von der Bundesliga bis zur Kreisliga D. Beim BVB gibt es ab und zu mal ein Jubelfoto aus den heiligen Hallen, vielleicht auch mal ein kurzes Video, ab und an mal eine kleine Anekdote, mehr nicht.

Julian Brandt hat jetzt eine dieser kleinen Anekdoten erzählt, die den Weg nach draußen finden darf. Im BVB-Podcast wurde er gefragt, wen er aktuell, da an Kabinen-Alltag oder normales Mannschaftstraining beim BVB nicht zu denken ist, am meisten vermisse. Die Antwort: „Ich sitze in der Kabine neben Marco. Er hat mich schon oft genervt, aber jetzt fehlt er mir tatsächlich ein bisschen.“

BVB-Profi Julian Brandt über Kapitän Marco Reus: „Der ist schon ein Spinner“

Es geht um BVB-Kapitän Marco Reus. Brandt meint mit einem Lachen: „Der ist schon ein Spinner.“ Generell würden sich die beiden gegenseitig bei Laune halten und immer mal wieder kleine Späße erlauben, sagt Brandt. Und dann erzählt er eine kleine Geschichte, die er „gefeiert“ habe, obwohl er selbst der Leidtragende gewesen sei.

„Ich habe mal mein Handy am Platz liegen lassen, als ich duschen gegangen bin. Marco hat das Handy dann voller Tape an meinen Spind geklebt, die Videofunktion eingeschaltet, das Video einfach laufen lassen und ist dann abgehauen. Mein Telefon hat also einfach alles gefilmt. 15 Minuten oder so.“ Die Aktionen würden zwar meistens wenig bringen, aber lustig sei es irgendwie dann doch, findet Brandt. „Es fehlt einem ab und zu schon.“

BVB-Profi Julian Brandt vermisst seine Mitspieler

Doch der Quatsch des Kapitäns ist längst nicht das Einzige, das Brandt während der unerwarteten Bundesliga-Pause vermisst. Am meisten fehle ihm „das Gequatsche mit den Mitspielern, einfach unter Menschen zu sein, zu kommunizieren“. Sein Vorteil sei, sagt der 23-jährige Nationalspieler, dass er eigentlich „ganz gerne“ alleine sei. „Irgendwann hat man aber auch mal wieder Lust, jemanden zu treffen oder beim Training ein paar Jungs Quatsch zu erzählen. Das sind so Sachen, die man mit der Zeit einfach vermisst.“

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Brandt vergisst dabei nicht, den Blick auf die zu lenken, die es in der Corona-Krise deutlich härter trifft als Fußballer. Er verweist auf ältere Menschen, die ihre Kinder und Enkel nicht treffen können. Auf Menschen, die unter Existenzängsten leiden. Es fehle halt vieles im Moment.

Julian Brandt spricht reflektiert im BVB-Podcast

Überhaupt spricht der Mittelfeldspieler reflektiert über die aktuelle Situation und all die Probleme, die die Corona-Pandemie mit sich bringt. Er hoffe, dass möglichst schnell wieder so etwas wie Normalität in den Alltag einkehren könne, auch wenn die Gesundheit derzeit natürlich vorgehe.

„Es wäre schön, wenn die Leute wieder in ihren Alltag zurückkehren könnten, wieder nach draußen gehen könnten – und jeder wieder das machen könnte, wonach er sich sehnt.“ Dazu zählen auch Kabinen-Streiche mit Marco Reus. Noch aber gilt es, die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen: „Wir hängen halt alle mit drin – und was befolgt werden muss, das muss befolgt werden“, sagt Brandt.

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