BVB-Profi Mahmoud Dahoud: Lautsprecher mit leisen Hoffnungen

hzBorussia Dortmund

Mahmoud Dahoud kehrt nach drei Monaten Pause bei Borussia Dortmund zurück auf den Platz. Zuletzt spielte er stark. Wofür reicht’s im vierten BVB-Jahr?

Dortmund

, 09.09.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

In seinem Fall trügt die Wahrnehmung selten. In der Regel hört man Mahmoud „Mo“ Dahoud auf dem Fußballplatz, selbst wenn man ihn gerade nicht sieht. Zurufe, Kommandos, Aufmunterungen für die Mitspieler oder auch mal ein Fluch nach einem eigenen Missgeschick, die Luft zum Reden geht dem Dortmunder Mittelfeldspieler trotz seines laufintensiven Spielstils anscheinend niemals aus. Und trotzdem ist der 24-Jährige alles andere als ein Lautsprecher. Ein klarer Nachteil im harten Konkurrenzgeschäft.

Comeback von BVB-Profi Dahoud geht fast unter

Am Montagabend beim 2:1 gegen Sparta Rotterdam feierte Dahoud sein Comeback, was allgemein unterging, da ja auch Marco Reus nach mehr als siebenmonatiger Verletzungspause wieder auf dem Rasen stand, außerdem debütierte der brasilianische Neuzugang Reinier. Und Dahoud? Der taucht immer wieder auf geschmacklosen Streichlisten auf, ansonsten haben den feinen Techniker wenige auf der Rechnung, auch in den eigenen Reihen nicht. Dafür gibt es gute Gründe. Und dagegen auch.

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In seinem vierten Jahr bei Borussia Dortmund wartet der ehemalige Gladbacher immer noch auf seinen richtigen Durchbruch, er wartet auf eine Spielzeit mit mehr Minuten auf dem Platz als auf der Ersatzbank, auf eine wichtige Rolle im Team, die er nach weit mehr als 100 Bundesligaspielen für sich reklamieren könnte. Aber laut fordernd und Eigenwerbung betreibend wird man Dahoud eher nicht erleben. Um Argumente für ihn zu sammeln, muss man schon genauer hinschauen.

BVB-Test gegen Rotterdam: Dahoud zeigt starken Auftritt

Zum Beispiel auf das Testspiel am Montag. Da zog Dahoud als Aufbaustation im defensiven Mittelfeld die Fäden bei nahezu jedem Angriff des BVB, er zeigte sich fast immer anspielbar, sehr ball- und passsicher, manchmal etwas zu sehr in Pirouetten verschnörkelt, aber präsent und aktiv. Von der mehr als dreimonatigen Spielpause wegen einer „kleineren Verletzung am Knie“ (O-Ton Lucien Favre) war wenig zu sehen und zu spüren. Und davor, das gilt es zu betonen, gehörte der Deutsch-Syrer zu den stärksten Dortmunder Feldspielern, als die Geisterspiele angepfiffen und die Bundesliga vor leeren Rängen fortgesetzt wurde. Dreimal spielte Dahoud stark auf, er gehörte ganz eindeutig zu den Gewinnern des Re-Starts, bis ihn die Blessur ausbremste.

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Dass diese guten Momente in der Öffentlichkeit längst wieder in Vergessenheit geraten sind und bei den Fans die Hoffnung gen Null gesunken ist, dass Dahoud zu einem Leistungsträger aufsteigt, gehört ebenso zur Realität. Nur er selbst kann sich Gehör verschaffen, mit Leistung und Lautstärke.

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Borussia Dortmund gewinnt sein letztes Testspiel der Vorbereitung gegen Sparta Rotterdamm mit 2:1 (0:0).© Kirchner-Media
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Borussia Dortmund gewinnt sein letztes Testspiel der Vorbereitung gegen Sparta Rotterdamm mit 2:1 (0:0).© Kirchner-Media
Borussia Dortmund gewinnt sein letztes Testspiel der Vorbereitung gegen Sparta Rotterdamm mit 2:1 (0:0).© Kirchner-Media

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