BVB-Sportdirektor Michael Zorc: Wir haben kein strukturelles Problem

hzBorussia Dortmund

Der BVB geht frustriert in die Winterpause. Sportdirektor Michael Zorc sieht nach zuletzt unbefriedigenden Ergebnissen jedoch kein strukturelles Problem. Im Januar will Dortmund neu angreifen.

Dortmund

, 22.12.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ärger und Frust waren bei Michael Zorc auch zwei Tage nach dem unerfreulichen Hinrunden-Abschluss der Borussia noch groß. „Dieses Spiel“, meinte Borussia Dortmunds Sportdirektor zum 1:2 bei der TSG Hoffenheim, „können wir 2:0, 3:0 oder auch 4:0 gewinnen, wenn wir unsere Chancen sauberer zu Ende spielen.“ Zorc ersparte sich das Videostudium der wichtigsten Szenen nicht und kam zu keinem anderen Schluss als direkt nach Spielschluss im Stadion. Nie und nimmer hätte der BVB in Sinsheim als Verlierer vom Platz gehen dürfen.

Unzählige Male sei die Borussia vor allem über die rechte Offensivseite nach vorne und zur Grundlinie gekommen, viel zu viele Angriffe endeten nach demselben Muster: „Wir haben zu unsaubere Pässe gespielt und auch die richtig großen Chancen einfach nicht gemacht.“ Frust, Enttäuschung und auch die Wortwahl der Kritik von Trainer Lucien Favre („Das war dumm, dumm, dumm!“) teile er, so Zorc im Gespräch mit dieser Redaktion am Sonntag. „Gucken Sie mal auf die Tabelle, wo wir stehen könnten. Wir haben in der vergangenen Woche fünf Punkte liegen gelassen.“

Der BVB will keine Trainerdiskussion führen

So aber bliebe nur ein unbefriedigendes Fazit der Hinrunde: „Wir haben zu wenig Punkte. Wir haben im Oktober, November keinen guten Fußball gespielt, zuletzt lief es aber wieder gut. Gegen Leipzig haben wir eine sehr gute erste Hälfte gespielt und abgesehen von den Blackouts auch eine ordentliche zweite. Auch in Hoffenheim war der Fußball lange okay.“

Jetzt lesen

Eine Trainerdiskussion will Zorc daher auch nicht führen: „Wir haben ja kein strukturelles Problem.“ Im Januar werde der BVB neu angreifen, verspricht Zorc: „Wir werden uns sammeln, die Spieler müssen sich physisch erholen. Dann geht es ab dem 3. Januar weiter.“

Hummels und Hazard haben Glück im Unglück

Wenn der BVB nach einer Leistungsdiagnostik dann am 4. Januar ins Winter-Trainingslager nach Marbella aufbricht, sollen möglichst alle derzeit verletzten Spieler mit an Bord sein. Bei Mats Hummels konnte ein Bruch des Unterarms ausgeschlossen werden, auch der nach einem Schlag in die Wade in Hoffenheim zur Pause ausgewechselte Thorgan Hazard kam mit einer Prellung davon.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc: Wir haben kein strukturelles Problem

Axel Witsel soll im Laufe der Vorbereitung wieder voll ins Training einsteigen. © dpa

Das Duo wird ebenso zurückerwartet wie Kapitän Marco Reus (Muskelfaserriss), Marcel Schmelzer (Muskelfaserriss) und Thomas Delaney (Bänderriss im Sprunggelenk). Bei Axel Witsel werde der Klub Vorsicht walten lassen. Im Laufe der kurzen Vorbereitung soll aber auch der Belgier möglichst wieder das volle Programm mitmachen können.

Lesen Sie jetzt