BVB-Sportdirektor Zorc: Wir haben noch zu viele Spieler

Start der Vorbereitung

Die Meisterschaft als Ziel, Hummels als Führungsspieler und zu viele Spieler im Kader: BVB-Sportdirektor Zorc bezieht zum Vorbereitungsstart Stellung - auch zu möglichen Abgängen.

Dortmund

, 05.07.2019, 12:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

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BVB-Medienrunde mit Sportdirektor Michael Zorc

20 TV-Kameras und Fotografen beim ersten medienöffentlichen Training: Borussia Dortmund sorgt für großes Aufsehen. Beim selbst ernannten Titelanwärter nahm Sportdirektor Michael Zorc Stellung zu aktuellen Themen rund um den BVB.


Zorc sprach anlässlich des Trainingsauftakts über …


... seinen ersten Eindruck von der Mannschaft: „Der erste Eindruck ist gut. Die medizinischen und die Leistungstests sind soweit absolviert. Auf die Ergebnisse warten wir, aber nach unseren Einschätzungen können wir da sehr gute Werte erwarten.“


… die kurze Vorbereitung: „Das ist nichts Neues. Die Zeit ist ausreichend. Mit dem Supercup steht früh das erste Pflichtspiel an am 3. August, aber das sehen wir als Teil der Vorbereitung. Das sind wir gewohnt. Die Spieler, die später dazustoßen, hatten dann auch keine ellenlange Pause. Von daher erwarten wir keine großen Anpassungsschwierigkeiten.“

… das Ziel Meisterschaft: „Diese Einstellung hat sich aus der letzten Saison ergeben, wir haben das ja auch zeitnah nach der Saison entwickelt und kommuniziert. Die letzte Saison ist für uns eine riesige Motivation, wir sind näher an die Spitze herangerückt und waren mehr als die Hälfte der Spielzeit Tabellenführer. Das ist auch eine Verpflichtung, da anzuknüpfen und wieder zu versuchen, um die Meisterschaft mitzuspielen. Das ist das Ziel.“


… die Reaktionen dazu aus der Mannschaft: „Das kommt auch aus der Mannschaft heraus. Wer die Kommentare von unserem Kapitän Marco Reus liest, sieht das. Das ist ein Gefühl, eine Einstellung, die nicht von oben aufoktroyiert wird. Das erfolgt im Gleichklang.“


… die Rolle von Mats Hummels: „Er ist für mich der beste deutsche Innenverteidiger. Er hat über Jahre sein Können unter Beweis gestellt. Natürlich erwarten wir von ihm, dass er sportlich eine Führungsrolle übernimmt.“

… die Kadergröße: „Das Transferfenster ist gerade erst geöffnet. Auf der Abgabeseite werden wir noch Transfers verbuchen in den nächsten Wochen. Eine Wunschgröße für den Kader gibt es nicht. Vergangene Saison hatten wir in der Hinrunde einen relativ großen Kader, weil wir auch viele Pflichtspiele hatten, oft im Drei-Tage-Rhythmus, und das hat uns ganz gut getan. Ob es dann ein Spieler mehr oder weniger ist im Kader, ist nicht ganz so entscheidend.“


… die freigestellten Schürrle und Kagawa: „Es gibt gemeinsame Absprachen, dass sie ihre Zukunft woanders sehen für die kommende Saison. Da werden Gespräche geführt, es gibt aber nichts Spruchreifes. Das wird sehr individuell beurteilt und behandelt.“


… sieben Innenverteidiger im Kader: „Natürlich haben wir dort nominell den einen oder anderen Spieler zu viel. Das werden wir auch im Einzelfall besprechen und entscheiden.“


… eine mögliche Trainingsgruppe II: „Das sehe ich aktuell nicht.“

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… das Karriereende von Arjen Robben: „Er war ein hervorragender Fußballer, der jetzt eine top Karriere beendet. In der Tat hat er uns in den letzten Jahren doch mit seinen Leistungen und seinen Toren geärgert, insbesondere im Champions-League-Endspiel 2013. Das Kapitel können wir also abschließen.“

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