BVB startet Projekt Quarantäne mit vielen personellen Fragezeichen

hzBorussia Dortmund

Mit einer Trainingseinheit im Signal Iduna Park und zahlreichen personellen Fragezeichen startet der BVB das Projekt Quarantäne. Ein Neuzugang nimmt unterdessen seinen Dienst auf.

Dortmund

, 09.05.2020, 16:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Gruppe BVB-Fans hat es sich gemütlich gemacht an der Nord-Ost-Zufahrt zum Signal Iduna Park. Die bunt gemischte Truppe hat gerade eine Fahrradtour hinter sich und holt die verbrauchten Kalorien durch eine „To-Go“-Lieferung aus Kevin Großkreutz‘ Kneipe „Mit Schmackes“ wieder herein, als um 14.42 Uhr Leonardo Balerdi von der Strobelallee abbiegt und in die Parkgarage unter den Signal Iduna Park fährt. Der Argentinier ist der erste Spieler und kommt noch relativ unerkannt an der Gruppe vorbei. Das ändert sich, als Mats Hummels einbiegt, und natürlich werden auch Erling Haaland und Lucien Favre sofort erkannt.

BVB-Fragezeichen hinter Can, Witsel und Hakimi

Interessant ist aber vor allem, wer fehlt: Man vermisst Emre Can, auch Axel Witsel, Marco Reus, Dan-Axel Zagadou, Marcel Schmelzer und Achraf Hakimi. Die Einheit findet auch ohne Manuel Akanji und Mario Götze statt. Ab sofort ganz nah dran ist Sportpsychologe Philipp Laux. Der ehemalige Torhüter soll in der besonderen Saisonschlussphase an den entscheidenden Stellschrauben drehen.

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Das ist eine stattliche Anzahl an Spielern, die Favre beim ersten Testlauf für die Bundesliga-Premiere ohne Zuschauer im Signal Iduna Park fehlen. Im leeren Stadion will Favre die Spieler bestmöglich auf die besonderen Umstände vorbereiten. Weil während der kurzen Vorbereitungsphase auf die restliche Saison auch keine „normalen“ Testspiele möglich sind, hatte Favre angekündigt, diese Bedingungen auch mit Spielformen „Elf-gegen-Elf“ im Signal Iduna Park mehrfach zu simulieren. Favres Sorgen sind durchaus berechtigt, denn in Paris gelang es seiner Mannschaft nicht, die für die speziellen Bedingungen erforderliche Spannung aufzubauen.

Eine BVB-Mischung aus Quarantäne und Trainingslager

Einige der angeschlagenen Spieler hatten vor Beginn dessen, was offiziell „Quarantäne“ genannt, von einigen aber lieber als „Trainingslager“ deklariert wird und de facto wohl eine Mischung aus beidem darstellt, noch individuelle Behandlungstermine und schauten am Vormittag am Trainingszentrum in Dortmund-Brackel vorbei. Vor allem um Can, Witsel und Hakimi muss sich Favre im Hinblick auf das Derby gegen Schalke sorgen.

Das Teamhotel „l’Arrivée“ im Dortmunder Südem wird ab Samstagabend zur absoluten Sperrzone - der BVB hat den Komplex komplett für sich reserviert, auch das gehört zu den Bedingungen für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

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