BVB-Torhüter Meyer ist nach 2:3 in Köln bedient: „Das geht gar nicht!“

Redakteur
BVB-Torhüter Alexander Meyer mit dem Ball am Fuß.
BVB-Torhüter Alexander Meyer fand nach dem 2:3 in Köln deutliche Worte. © imago / RHR-Foto
Lesezeit

Nach einer durchaus ordentlichen Leistung in den ersten 45 Minuten verschläft Borussia Dortmund in Köln die Anfangsphase nach dem Seitenwechsel komplett – und verliert nach turbulenten 90 Minuten mit 2:3. Das nervt BVB-Torhüter Alexander Meyer enorm. Die Stimmen zum Spiel:

Alexander Meyer: „Wenn man in der ersten Halbzeit das Spiel nicht entscheidet und killt, dann wissen wir, dass Köln nach der Halbzeit alles reinhauen wird. Wenn wir nicht alle zusammen dagegenhalten, wird es schwierig, so holt man keine Punkte. Unser Auftreten nach der Halbzeit geht gar nicht. In der ersten Halbzeit haben wir super gespielt, da können wir uns keinen großen Vorwurf machen. (…) Wir müssen zusammen auftreten, als Team alles wegverteidigen, das fehlte. Viele waren mit sich selbst beschäftigt – das geht nicht! Hätten wir es als Team verteidigt, hätte es Köln viel schwerer gehabt. Wir waren zu passiv. Man hat gemerkt, dass Köln auch nach dem 1:1 griffiger und ekliger war. Daran müssen wir arbeiten, uns als Team mehr dagegenstemmen. Manche Mannschaften kommen über das Kämpferische – da müssen wir voll dagegenhalten. (…) Wir haben gute Jungs, die wieder fit geworden sind: Adeyemi, Malen – auch Tony hat sich voll reingehauen. Wir haben einen breiten Kader, das ist keine Ausrede, dass jemand fehlt. Wir hatten genug Jungs auf dem Platz, die das Spiel für uns hätten entscheiden können.“

Julian Brandt: „Die erste Halbzeit war nicht perfekt, aber gut. Wir legen nur das zweite nicht nach, obwohl wir gute Chancen haben. In den letzten Wochen haben wir es kompakter verteidigt. Dadurch lässt du ein bis zwei Prozentpunkte nach. Das ist das Schlimmste, was du machen kannst bei einem Trainer, den ich sehr respektiere, weil er fantastische Arbeit leistet. Da hat man gesehen, dass Widerstände kommen, für die wir nicht bereit waren. So fressen wir in einem relativ kurzen Zeitraum drei Tore, denen wir hinterherrennen. (…) Wir hätten in der zweiten Halbzeit sicher noch mehr Chancen bekommen, wenn wir einfach kompakter weitergespielt und auf Konter gesetzt hätten. (…) Zum einen glaube ich, dass der Knoten bei Anthony Modeste nochmal platzen muss. Ich glaube auch, dass es nicht so einfach ist, wenn man über mehrere Jahre einen anderen Fußball gewohnt war. Es ist auch für uns als Spielstil etwas anderes. (…) Ich sehe das anderes: Wir hatten viele Chancen: Drei über Donny, ein Schuss von Karim. Wenn es auf dem Torbogen drei andere Namen als Tony stehen, ist es für ihn beschissen. Aber uns als Verein hilft es, weil wir das Spiel gewinnen. (…) Es ist ein Prozess, über Flanken zu kommen, ein gegenseitiges Entgegenkommen. Ich hatte auch mal so eine Phase. Er muss weiter dranbleiben. Jetzt in Negativität zu verfallen, wäre das Schlechteste, was du machen kannst.“

Steffen Tigges: „Es war ein Riesenspiel der ganzen Mannschaft. Wir haben auch schon in der ersten Halbzeit einige gute Situationen gehabt, die wir nicht so gut ausgespielt haben. Das haben wir in der zweiten Halbzeit verbessert mit einer furiosen Anfangsphase. Am Ende wirft sich jeder in alles rein und wir bringen den Sieg über die Zeit. (…) Dass es gegen meinen Ex-Verein geht, spielt keine große Rolle. Ich freue mich, dass wir gegen einen so guten Gegner gewonnen haben, dass wir drei Punkte gesammelt haben. Auf diese Leistung wollen wir aufbauen. (…) Ich habe mich riesig über mein Tor gefreut, finde aber, dass man Respekt vor seinem Ex-Klub zeigen sollte. Ich verdanke dem BVB schon relativ viel – auch, dass ich hier stehen darf. Da wollte ich Respekt zeigen. (…) Es war fast das gleiche Tor wie mit dem BVB gegen Köln. Das ist eine Geschichte, die der Fußball schreibt.“

Das lesen andere

FC Schalke 04

Magazin