BVB-Trainer Favre enthüllt: So lotste ich Lukasz Piszczek zu Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

BVB-Trainer Lucien Favre plaudert vor dem Champions-League-Spiel gegen Mailand aus dem Nähkästchen. Der Schweizer verrät, wie er Lukasz Piszczek im Sommer 2010 zu Borussia Dortmund lotste.

Dortmund

, 04.11.2019, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Trainer Favre enthüllt: So lotste ich Lukasz Piszczek zu Borussia Dortmund

Lucien Favre (l.) hatte maßgeblichen Anteil an Lukasz Piszczeks Wechsel zum BVB im Sommer 2010. © imago

Der polnische Journalist war ein wenig unsicher, ob er diese Frage im Vorfeld des wichtigen Champions-League-Spiels von Borussia Dortmund gegen Inter Mailand stellen konnte. Schließlich hatte sie nicht direkt mit diesem Spiel zu tun. Welchen Stellenwert Lukasz Piszczek beim BVB habe, wollte er wissen und erklärte noch, er bereite eine Dokumentation für das polnische Fernsehen über Piszczek vor. Der 34-Jährige zieht sich in der kommenden Länderspielpause noch einmal das Trikot der Biało-Czerwoni (die Weiß-Roten) über, es soll nach dann 66 Länderspielen der feierliche Abschluss seiner internationalen Karriere sein.

BVB-Trainer Favre blüht bei Piszczek-Frage auf

Favre aber blühte bei der Frage so richtig auf. Und es folgte eine für seine Verhältnisse fast schon ausschweifend lange Hymne auf den ältesten Spieler im BVB-Kader. Mit seiner Arbeitseinstellung und -ethik sei Piszczek ein Vorbild für alle. „Er ist ein super Spieler, mit einer super Einstellung. Er will immer arbeiten.“

„Ich habe gesagt, da muss er zur Not auch zu Fuß hingehen.“
Lucien Favre

Ein Spieler ganz nach dem Geschmack seines als akribischer Arbeiter bekannten Trainers also, und weil er gerade ins Schwärmen geraten war, gab Favre auch noch eine Geschichte zum Besten, „die noch keiner kennt“. Es ist zwar bekannt, dass es Lucien Favre war, der bei seiner ersten deutschen Trainerstation in Berlin Lukasz Piszczek vom Stürmer zum Rechtsverteidiger umschulte („Wir suchten für ein Freundschaftsspiel einen Spieler für diese Position und haben ihn ausprobiert. Er hat uns sofort überzeugt.“).

Noch unbekannt aber war Favres Rolle beim Wechsel von Piszczek zu Borussia Dortmund im Sommer 2010. Als Favre die Hertha längst verlassen hatte, bekam er einen Anruf der neuen Rechtsverteidiger-Hoffnung. „Plötzlich war Lukasz am Telefon, er erzählte mir, dass er ein Angebot des BVB habe und fragte, was er machen solle.“ Favre grinste bei der Erinnerung daran, seine Antwort von damals ging ihm auch jetzt noch locker über die Lippen. „Ich habe gesagt, da muss er zur Not auch zu Fuß hingehen.“

Piszczek folgt dem Rat seines Mentors

Gesagt, getan. Piszczek folgte bekanntlich dem Rat seines Mentors, es sei eine gute Entscheidung für beide Seiten gewesen, wie Lucien Favre findet. Der BVB bekam für Jahre einen zuverlässigen Außenverteidiger, „und Lukasz hat durch den Wechsel nach Dortmund eine tolle Karriere gehabt.“

BVB-Trainer Favre enthüllt: So lotste ich Lukasz Piszczek zu Borussia Dortmund

Lukasz Piszczek absolviert im November sein 66. und letztes Länderspiel. © dpa

Die ja noch nicht zu Ende ist. Ob für Piszczek im kommenden Sommer der Vorhang endgültig fällt, wollen beide Parteien im Frühjahr entscheiden. Piszczek hat durchblicken lassen, dass er sich noch ein weiteres Jahr vorstellen könnte, wenn die Gesundheit mitspielt. Den Vielspieler mit dosierter Belastung gesund durch die Saison zu bekommen, das ist die naheliegende Aufgabe für seinen Trainer.

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