Immanuel Pherai (rechts) hat zuletzt einen Schlag auf den Knöchel erlitten, wäre gegen Duisburg aber für die Offensive ein wichtiger Faktor der BVB-U23. © Thomas Bielefeld
Borussia Dortmund

BVB-U23 ohne Selbstzweifel gegen Duisburg – Wiedersehen mit Schlitzohr Bakir

Die BVB-U23 hat nach langer Zeit mal wieder ein Spiel verloren. Und jetzt? Trainer und Team wollen ihren Weg unbeirrt fortsetzen. Das soll am Sonntag auch der MSV Duisburg mit Alaa Bakir spüren.

Bei der U23 von Borussia Dortmund machte sich am Mittwochabend mal wieder ein lange Zeit unbekanntes Gefühl breit – das der Enttäuschung. Furiose 31 Spiele lang hatte die Mannschaft von Enrico Maaßen nicht mehr verloren, war in Siebenmeilenstiefeln durch die Regionalliga bis hinein in die 3. Liga gestapft und auf diesem Weg ungeschlagen geblieben – bis zu diesem Moment. Das 1:2 beim VfL Osnabrück kam aufgrund der zweiten 45 Minuten nicht gänzlich unverdient. Und dennoch beschlich die Schwarzgelben zurecht das Gefühl, dass sie mit etwas mehr Fortune auch weiter unbezwungen hätten bleiben können. Selbst ein Sieg wäre möglich gewesen.


„Bis zur Roten Karte für Lennard Maloney waren wir aus meiner Sicht die bessere Mannschaft. Danach gab es in unserem Spiel einen Bruch“, hielt Enrico Maaßen fest. 8:1-Ecken für seine Farben wertete der BVB-Trainer „als ein Indiz für unsere Überlegenheit“. Entscheidend sei aber auch, sich dafür zu belohnen. Genau das gelang den Dortmundern an der Bremer Brücke nicht. Kein Grund für Maaßen, die grundsätzliche Richtung in Frage zu stellen.

„Es ist normal, dass man irgendwann auch mal ein Spiel verliert. Das können die Jungs schon einordnen. Wir werden unseren Weg selbstbewusst weitergehen“, stellt Maaßen klar. Für das Heimspiel am Sonntag (13 Uhr) im Stadion Rote Erde gegen den MSV Duisburg müsse sein Team gar nicht so viel ändern. „Es geht nur darum, ein paar Kleinigkeiten abzustellen, die in Osnabrück das Spiel entschieden haben“, so der BVB-Coach.

BVB-Niederlage wird konstruktiv aufgearbeitet

Bei der Aufarbeitung wählt Maaßen unabhängig vom Ergebnis einen konstruktiven Ansatz. Klar weist er auch die Situationen hin, die sein Personal künftig besser lösen muss. Allerdings legt Maaßen nach eigenem Bekunden sehr viel größeren Wert darauf, seine Spieler in ihrem Tun zu bestärken und die Aspekte zu betonen, die bereits gut funktionieren.

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3. Liga, 5. Spieltag: VfL Osnabrück – BVB II 2:1 (1:0)

In Osnabrück fand der BVB-Trainer neben dem guten Umschaltverhalten, auf das er grundsätzlich viel Wert legt, auch an Gegenpressing und Restverteidigung Gefallen. Attribute, die auch am Sonntag gegen die Duisburger wichtig sein werden. Deren Übungsleiter Pavel Dotchev sei „ein alter Hase, der sich in der Liga bestens auskennt“.

BVB-Trainer Maaßen nennt Ex-Borusse Alaa Bakir ein „Schlitzohr“

Mit allen Wassern gewaschen ist aber auch Alaa Bakir, der bis zur vergangenen Saison noch fester Bestandteil der BVB-Aufstiegsmannschaft war. „Alaa ist ein Schlitzohr, der die Leichtigkeit des Fallens sehr gut beherrscht“, sagt Maaßen slachend. „In der vergangenen Saison hat er sieben Elfmeter für uns rausgeholt, in dieser Saison auch schon zwei für Duisburg. Er hat ein gutes Gefühl dafür, sich zwischen den Linien zu bewegen. Er ist ein toller Junge. Wir freuen uns auf das Wiedersehen mit ihm.“

In Marvin Bakalorz haben die Meidericher einen weiteren Ex-Borussen in ihren Reihen, der ebenso wie Moritz Stoppelkamp über viel Erfahrung verfügt. Stoppelkamp erzielte vor sieben Jahren in der Bundesliga gegen Hannover 96 für den SC Paderborn ein Tor aus mehr als 82 Metern. Dass ihm das auch in der Roten Erde gelingen wird, ist eher unwahrscheinlich. Stoppelkamp hat mit einer Reizung im Oberschenkel zu kämpfen. Sein Einsatz ist fraglich.

Maloney gesperrt: BVB-Abwehr muss erneut umgestellt werden

Auch ohne Stoppelkamp verfügen die Gäste über Qualität in ihren Reihen. Dass sie die letzten drei Partien gegen Wiesbaden (0:2), in Magdeburg (1:2) und in Saarbrücken (0:2) verloren haben, sollte den BVB nicht in falsche Sicherheit wiegen. Zumal er nach dem Platzverweis für Lennard Maloney und einem möglichen Ausfall von Franz Pfanne (Oberschenkelprobleme) einmal mehr die hinteren Reihen neu sortieren muss. Kolbeinn Finnsson und Albin Thaqi stünden ebenso wie Max Hippe parat.

„Wir müssen schauen, wie wir den Laden hinten zusammenbauen“, sagt Enrico Maaßen. Auch Antonios Papadopoulos könnte ein Thema sein. Immanuel Pherai dagegen erlitt zuletzt einen Schlag auf den Knöchel. Wer auch immer am Sonntag gegen den MSV auf dem Rasen steht: Verlassen soll er sie mit einem guten Gefühl.

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