BVB gegen Hoffenheim massiv unter Druck: Es geht auch um viel Geld

Borussia Dortmund

Das Verpassen der Champions League hätte für Borussia Dortmund gravierende Folgen. Gegen Hoffenheim muss die Mannschaft eine Reaktion zeigen.

Dortmund

, 13.02.2021, 08:00 Uhr

Wenn Borussia Dortmund am heutigen Samstag die TSG Hoffenheim (15.30 Uhr, live bei Sky) empfängt und aufgerufen ist, eine klare Reaktion auf das 1:2 in Freiburg zu zeigen, geht es indirekt auch um ganz viel Geld. Das Abrutschen aus den Top-4 der Bundesliga bedeutet für den BVB nicht nur eine sportliche Enttäuschung, die es zu korrigieren gilt. Würde Dortmund am Saisonende die Champions League tatsächlich verpassen, hätte das auch gravierende finanzielle Folgen.

BVB muss gegen Hoffenheim gewinnen: Es geht um viel Geld

35,55 Millionen Euro hat der BVB durch das Erreichen des Achtelfinals im laufenden Wettbewerb in der Königsklasse bislang verdient. Diese Summe setzt sich aus dem Startgeld (15,25 Millionen Euro) sowie den Prämien für vier Siege, ein Unentschieden und das Erreichen des Achtelfinals zusammen. Dazu kommt der Anteil durch die Platzierung im Klubkoeffizienten-Ranking der UEFA, noch einmal geschätzt 20 Millionen Euro.

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Kein Wunder also, dass Sportdirektor Michael Zorc zusätzlich zur Kritik an der Mannschaft auch noch einige lobende und schmeichelnde Worte fand, als er am Donnerstag sagte: „Wir haben aus den letzten Spielen zu wenig Punkte geholt. Aber wir haben weiter das Vertrauen in unsere Mannschaft, um das Ziel Champions League am Ende der Saison zu erreichen.“

Ohne Champions League wäre der Kader des BVB zu teuer

Denn den aktuellen Kader würde sich der BVB ohne die üppigen Gelder aus der Königsklasse nicht mehr leisten können, weil die Rücklagen durch die Coronakrise vollständig aufgezehrt sind. Das Gehaltsbudget für die kickenden Fußballer von rund 140 Mio. Euro ließe sich in einer weiter anhaltenden Pandemie-Situation und ohne die Gelder aus dem größten europäischen Wettbewerb nicht aufrecht erhalten.

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Die unsichere sportliche Situation erschwert schon jetzt die Planungen für die kommende Spielzeit. „Die Planbarkeit ist anders“, gesteht Zorc. „Die Einnahmen aus der Champions League sind auch immer ein wichtiger Faktor für die Planung.“ Wie deutlich der unausweichliche Umbruch im Sommer ausfallen kann, welche Schlüsselspieler der BVB vielleicht verkaufen muss, hängt maßgeblich vom sportlichen Abschneiden in dieser Saison ab.

Der BVB steht sportlich und wirtschaftlich unter Druck

So ist sportlich wie wirtschaftlich vor dem Duell gegen eine Mannschaft, die nun wahrlich nicht zu den Dortmunder Lieblingsgegnern zählt, reichlich Druck auf dem Kessel. Edin Terzic hat seiner großen Enttäuschung nach dem 1:2 in Freiburg durch eine flammende Rede vor der Mannschaft Ausdruck verliehen, aber er kann nur hoffen, dass seine Worte auf fruchtbaren Boden gefallen sind. „Natürlich“, erklärte er am Donnerstag, „hinterfrage ich mich auch selbst. Natürlich gucke ich, was können wir verändern. Trotzdem bleibt es ein Spieler-Spiel, und da geht es oftmals um das Wie.“ Klarer hätte er die Kritik am zu stark schwankenden Auftreten seiner Mannschaft kaum formulieren können. Wie deutlich der Trainer reagieren wird, ist eine spannende Frage.

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Terzic und auch Zorc haben nach Freiburg die Führungsspieler ausdrücklich in die Pflicht genommen. Im Mittelpunkt externer wie interner Kritik: Kapitän Marco Reus. Seine unangefochtene Leaderrolle auf dem Platz ist längst nicht mehr in Stein gemeißelt.

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