Corona-Hotspots: BVB in Sorge wegen Länderspielen und Champions League

Borussia Dortmund

Madrid gehört zu den Corona-Hotspots, für Brüssel oder Paris bestehen Reisewarnungen. Der BVB ist wegen Länderspielen und der Champions League alarmiert.

Dortmund

, 22.09.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Linzenzspielerleite Sebastian Kehl ist wegen Länderspielen und der Champions League alarmiert

BVB-Linzenzspielerleite Sebastian Kehl ist wegen Länderspielen und der Champions League alarmiert © Stephan Schuetze

Vom 5. bis zum 14. Oktober besteht für Borussia Dortmund eine Abstellungspflicht für die Nationalspieler, in der Woche darauf beginnt die neue Saison in der Champions League. Auch Corona-Hotspots in ganz Europa könnten zu den Spielorten der Schwarzgelben zählen. Der BVB beobachtet das mit großer Sorge.

BVB muss Nationalspieler in Corona-Risikogebiete schicken

„Wir haben einige Risikogebiete ausgemacht, in die unsere Spieler reisen werden“, erklärte Sebastian Kehl. Der Leiter der Lizenzspielerabteilung bei Borussia Dortmund zählt auf: „Die Deutschen spielen zum Beispiel in Kiew, die Schweizer in Madrid, die Belgier in Brüssel.“ Die Orte für Länderspiele und die Champions League - die Gruppenphase wird am 1. Oktober ausgelost - werden genau beäugt.

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Neben den Beklemmungen aufgrund der potenziellen gesundheitlichen Gefährdung macht sich der BVB in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und den Verbänden auch Gedanken um praktische Konsequenzen von Reisen in Zeiten der Corona-Pandemie. „Ab dem 1. Oktober könnte es eine neue Quarantäne-Regel geben, die dann zwar nur noch fünf Tage dauern soll“, sagte Kehl und stellte folgendes Gedankenspiel an: „Aber wenn wir mittwochs spielen, in der Champions League zum Beispiel in Paris, und müssten danach fünf Tage in Quarantäne, dann könnten wir am Wochenende nicht antreten.“ Für ihn ist klar: „Es wäre notwendig, eine Ausnahmeregelung zu erzielen.“

Quarantäne: BVB hofft auf Ausnahmeregelungen

Bei einer Managertagung und in enger Verzahnung werden die Verbände Uefa, Fifa und DFL Vorschläge ausarbeiten. Kehl, der beim BVB in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen will, hofft, dass Regelungen gefunden werden, die die Situation für alle Vereine angleicht. Sonst wären die international aktiven Klubs klar benachteiligt. Als Mitglied der DFL-Kommission Fußball, die sich mit den Folgen der Coronakrise beschäftigt, ist er in viele Vorgänge direkt und maßgeblich involviert.

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