Corona-Krise: BVB-Lizenzspielleiter Sebastian Kehl verzichtet auf Teile seines Gehalts

Borussia Dortmund

Nach BVB-Boss Watzke verzichtet auch Lizenzspielleiter Sebastian Kehl auf Teile seines Gehalts – und äußert sich auch zu einem möglichen Gehaltsverzicht der Spieler wegen des Coronavirus.

Dortmund

, 21.03.2020, 15:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB, verzichtet wegen der Coronavirus-Krise auf Teile seines Gehalts.

Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB, verzichtet wegen der Coronavirus-Krise auf Teile seines Gehalts. © Kirchner Media

Das nächste Signal in der Corona-Krise bei Borussia Dortmund: Nach BVB-Boss Hans-Joachim Watzke verzichtet auch Sebastian Kehl auf Teiles seines Gehalts. „Ich möchte einfach meinen Teil dazu beitragen, dass wir alle über den Tellerrand schauen, unsere soziale und gesellschaftliche Verantwortung in Zeiten der Corona-Krise wahrnehmen“, sagte der Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB im Interview mit der „Welt“.

Gehaltsverzicht beim BVB: Kehl möchte keinen Druck ausüben

Der ehemalige Dortmunder Kapitän äußerte sich auch zu einem möglichen Gehaltsverzicht der Spieler, zu dem sich jüngst die Profis von Borussia Mönchengladbach bereit erklärt hatten. Druck ausüben möchte Kehl dabei nicht. „Am Ende kann jeder bei der Frage nach dem Gehaltsverzicht nur für sich selbst antworten“, sagte der 40-Jährige.

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Vornehmlich gehe es in diesen Tagen darum, das Überleben der Klubs zu sichern, erklärte Kehl. Die Fortsetzung der Liga sei für viele Klubs „wirtschaftlich von existenzieller Bedeutung“. Daher müssten auch Geisterspiele akzeptiert werden. „Es wird von uns kein Lamentieren geben.“ Auch die Kaderplanung stehe derzeit wegen des Coronavirus ein wenig hinten an. Sie werde sicherlich „bald wieder ein Thema werden – zurzeit haben aber andere Aspekte ganz eindeutig Vorrang“.

Beim BVB geht es um die Gesundheit der Spieler und Mitarbeiter

Aktuell geht es in erster Linie um die Gesundheit der Spieler und der insgesamt rund 850 Mitarbeiter des BVB. Tests auf das Coronavirus habe man bei Borussia Dortmunds bisher nicht durchgeführt, weil noch kein Spieler oder Mitarbeiter Symptome gezeigt habe, berichtete Kehl. „Folgerichtig gab es auch keinen Test. Diese Tests sollten ja nun wirklich nicht beliebig eingesetzt werden, sondern dort, wo es dringend nottut. Es gibt sie schließlich nicht im Überfluss.“

Bis Montag trainieren Borussia Dortmunds Spieler erst einmal nur individuell. Die meisten zu Hause, nur einige wenige Reha-Maßnahmen finden auf dem BVB-Trainingsgelände in Dortmund-Brackel statt. Das nächste Treffen der Mannschaft ist nach Informationen dieser Redaktion, Stand Samstagnachmittag, für Montagmorgen um 10.30 Uhr angesetzt – dann wird gemeinsam besprochen, wie es beim BVB weitergeht.

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