Coronavirus: BVB muss diverse Maßnahmen ergreifen

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund und die anderen Bundesligisten wollen wieder Fußballspielen, müssen dafür aber auch trainieren. Damit das klappt, sollen strenge Maßnahmen ergriffen werden.

Dortmund

, 22.04.2020, 15:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Profi Axel Witsel hat sein Gesicht hinter einem Schal verborgen.

BVB-Profi Axel Witsel hat sein Gesicht hinter einem Schal verborgen. © Kirchner-Media

Wenn die beiden obersten Bundesligen Mitte Mai den seit März unterbrochenen Spielbetrieb wieder aufnehmen wollen, ist eine Rückkehr zu einem regulären Mannschaftstraining mindestens zwei Wochen vorher notwendig. Die medizinische „Task Force“, die die Deutsche Fußball-Liga (DFL) ins Leben gerufen hat, hat nun ein 31 Punkte starkes Empfehlungs-Papier zur Einhaltung der notwendigen hygienischen Sicherungsmaßnahmen für Mannschaftstraining vorgelegt.

Coronavirus: BVB soll bekannte Gesundheitsstandards einhalten

Die Kernpunkte, die dem „Kicker“ vorliegen, betreffen vor allem die Einhaltung bekannter Gesundheitsstandards zur Vermeidung einer Infektion mit dem Coronavirus. So sollen alle Spieler ihren Kontakt zu Mitspielern und Betreuern auf das notwendige Mindestmaß beschränken, das gilt auch für die Aufenthaltsdauer auf dem Trainingsgelände.

Jeder Verein der Bundesliga soll dazu verpflichtet werden, einen „Hygienebeauftragten“ zu benennen, der die Spieler über die einzuhaltenden Maßnahmen aufklärt. Zudem soll eine feste Person bei Verdachtsfällen die notwendigen Abstriche vornehmen. Sie muss entweder neu eingestellt oder von bislang anderen Aufgaben befreit werden. Vor jedem Training müssen Spieler und Mitarbeiter schriftlich, zum Beispiel über eine Text-Nachricht, bestätigen, dass sie symptomfrei sind. Vor jeder Zusammenkunft von Mannschaft und Trainerstab soll zudem die Körpertemperatur jedes Spielers und Mitarbeiters gemessen werden.

Coronavirus: BVB darf keine öffentlichen Trainingseinheiten abhalten

Alle Trainingseinheiten finden ohne Öffentlichkeit statt. Gemeinsames Einnehmen von Mahlzeiten soll es weiterhin nicht geben, „personalisierte“ Trinkflaschen sollen eine Verwechslungsgefahr minimieren. Team-Besprechungen sollen auf ein Mindestmaß reduziert werden und dürfen nur in ausreichend großen Räumen und unter Einhaltung der Abstands-Regeln stattfinden.

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Im Falle einer bestätigten Infektion soll diese ausschließlich an die DFL gemeldet werden – zum Schutz der Privatsphäre des Betroffenen und seines familiären Umfelds.

Coronavirus: BVB wollte sich zur Umsetzung der Maßnahmen nicht äußern

Zur Umsetzung der Maßnahmen bei Borussia Dortmund wollte sich der Klub am Mittwoch noch nicht äußern. „Wir bereiten uns auf unterschiedliche Szenarien vor, müssen aber wie bisher geduldig bleiben und die weiteren politischen und gesundheitlichen Entwicklungen abwarten“, sagte Lizenzspieler-Leiter Sebastian Kehl auf Anfrage dieser Redaktion.

Größe und Ausstattung des Trainingskomplexes im Dortmunder Stadtteil Brackel geben dem BVB genügend Spielraum zur Umsetzung der geforderten Maßnahmen. Schon jetzt nutzt die Profimannschaft das weitläufige Gelände, um die Kleingruppen-Arbeit in ausreichendem Abstand zu absolvieren. Da sämtliche andere Fußball-Mannschaften der Borussia derzeit den Trainingsbetrieb eingestellt haben, nutzen die Profis zum Beispiel die Umkleidemöglichkeiten des U23- und Nachwuchsbereichs und auch deren Trainingsplätze. Auch Duschen und Essen müssen die Spieler derzeit in ihren eigenen Wohnungen und Häusern.

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