Dem BVB droht bei den "Reds" Alarmstufe Rot

Europa-League-Viertelfinale

Borussia Dortmund droht ein Problem. Seit Wochen setzt die Mannschaft nicht alles, aber sehr viel auf die Karte Europa League. Doch vor dem Rückspiel am Donnerstagabend beim FC Liverpool (21.05 Uhr/Sport1 und Sky) ist die Ausgangslage nach dem 1:1 vor einer Woche tückisch.

DORTMUND

, 12.04.2016, 19:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bilder der Partie Dortmund gegen Liverpool.

Bilder der Partie Dortmund gegen Liverpool.

Der BVB benötigt an der Anfield Road einen Sieg oder ein Remis mit mindestens zwei Toren für den Einzug ins Halbfinale. Nach der bissigen Vorstellung der Engländer in Dortmund regen sich Zweifel, der vermeintliche Außenseiter spielte beeindruckend und robust auf.

"Reds" von Monat zu Monat stärker

„Die Einschätzung, dass wir als haushoher Favorit in diese Spiele gehen, konnte ich auch vor dem Hinspiel schon nicht teilen“, erklärte Sportdirekter Michael Zorc. Wer die Entwicklung von Liverpool betrachte, stelle fest, dass die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp von Monat zu Monat stärker geworden sei und gerade in den wichtigen Spielen ihre Top-Leistung gebracht habe. „Ich denke“, so Zorc, „dass es wieder ein Spiel auf Augenhöhe sein wird.“

Für die Schwarzgelben gibt es reichlich Argumente, mit breiter Brust auf die britische Insel zu reisen. Im Jahr 2016 ist der BVB weiter unbesiegt (14 Siege, vier Remis), unter Thomas Tuchel steht die bislang beste Saison der Vereinsgeschichte zu Buche. Doch, und da finden Schwarzmaler und Pessimisten reichlich Material für ihre Unkenrufe, läuft der BVB-Motor in den vergangenen Wochen nicht mehr ganz so rund und flüssig.

Schmelzer: "Müssen uns extrem steigern"

Es fehlt ein wenig an der zuvor gewohnten Präzision im Passspiel, worunter vor allem die Offensive leidet. „Wir haben uns schwergetan, klare Torchancen herauszuspielen“, sagte Marcel Schmelzer nach dem Hinspiel. „Wir müssen uns extrem steigern.“ Ein Tor minimum müssen die Schwarzgelben im Rückspiel erzielen.

Auch in Sachen Konzentration wird Perfektionist Tuchel die Sinne schärfen, denn im Spiel gegen den Ball erlaubte sich die Mannschaft zuletzt vermehrt Schwächen. Nach nur drei Gegentoren in den ersten 13 Partien dieses Jahres (Schnitt: 0,23) rappelte es in den jüngsten fünf Begegnungen gleich sieben Mal (1,4), dreimal ging der Gegner in Führung. Ein Lapsus, der am Donnerstag umgehend für Alarmstufe Rot im Spiel bei den „Reds“ sorgen würde, die im Hinspiel neunmal im Strafraum zum Abschluss kamen.

BVB steht in der Pflicht - und unter Druck

Nach den Diskussionen um Tuchels Rotations-Taktik im Revierderby stehen Mannschaft und Trainer in der Pflicht. „Wir wollen diese Europa League zu unserem Wettbewerb machen“, hat der Coach wiederholt gesagt. Nun muss alles passen. Mehr Druck hatte die Borussia in dieser Saison noch nicht.

Jetzt lesen

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt