Der BVB glaubt im Bundesliga-Topspiel gegen Leipzig an die eigene Stärke

Borussia Dortmund

Der BVB hat gegen Leipzig die Chance, sich an die Tabellenspitze heranzupirschen. Der Respekt ist groß, doch der Glaube an die eigene Stärke ist es auch. Die Heimbilanz soll zum Trumpf werden.

Dortmund

, 16.12.2019, 15:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der BVB glaubt im Bundesliga-Topspiel gegen Leipzig an die eigene Stärke

Die BVB-Profis wollen auch am Dienstag gegen Leipzig jubeln. © Kirchner-Media/Christopher Neundorf

Lucien Favre wollte eigentlich nicht viel über RB Leipzig reden. Nur so viel: „Leipzig ist ohne Diskussion eine sehr, sehr gute Mannschaft“, sagte der BVB-Trainer vor dem Spitzenspiel im Signal Iduna Park am Dienstagabend (20.30 Uhr, live auf Sky), „sie sind sehr gefährlich, aber mehr will ich darüber eigentlich gar nicht sagen.“

BVB-Trainer Favre lässt die Systemfrage offen

Der Plan ging nur so halb auf, denn Favre sprach dann doch noch etwas mehr über den Tabellenführer, als er sich ursprünglich vorgenommen hatte. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann sei „sehr gefährlich in der Balleroberung“ und gut im Konterspiel. „Sie machen das sehr schnell, oft mit einem Kontakt. Sie laufen gut in die Tiefe, da sind sie wirklich sehr gefährlich.“ Entsprechend gut müsse der BVB verteidigen. „Und wir müssen clever nach vorne spielen, sehr, sehr clever.“

Die Systemfrage ließ Favre offen, auch wenn das vermutlich nur die halbe Wahrheit war. Nach zuletzt vier Siegen in Serie im 3-4-1-2-System wäre eine veränderte Herangehensweise der Dortmunder eine große Überraschung. Es sei „nicht sicher, dass wir so anfangen“, gab Favre zwar zu Protokoll, aber der Schweizer hatte eigentlich auch noch nie den Drang, auf Pressekonferenzen vor Spielen zu viel preiszugeben.

Der BVB setzt auf seine Heimstärke

Und so überwog der gegenseitige Respekt, klare Kampfansagen blieben aus. „Sie machen einen guten Job“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc über den Konkurrenten aus Leipzig. Die Roten Bullen hätten sich gut verstärkt und stünden nicht ohne Grund ganz oben. Die drei Punkte sollen trotzdem in Dortmund bleiben. „Sie sind in einer guten Verfassung, aber das sind wir auch. Wir haben ein Heimspiel - und das wollen wir gewinnen.“

Der BVB glaubt im Bundesliga-Topspiel gegen Leipzig an die eigene Stärke

Setzt auf die Heimbilanz: BVB-Sportdirektor Michael Zorc. © dpa

Dabei setzt der BVB auf seine Heimstärke. „Wir sind in der Liga zuhause ungeschlagen. Das soll auch so bleiben. Natürlich hilft es, wenn wir die Gelbe Wand erst im Rücken haben und im zweiten Durchgang auf sie zuspielen“, meinte Zorc.

Nagelsmann lobt den BVB: „Ein toller Kader“

Nagelsmann äußerte sich auf der parallel stattfindenden Pressekonferenz der Leipziger wie folgt: „Der BVB hat eine außergewöhnlich gute Mannschaft mit viel Spielwitz in der Offensive und hochtalentierten, aber auch erfahrenen Spielern wie Mats Hummels. Ein toller Kader, der uns viel abverlangen wird.“

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Viel abverlangen, das ist wohl das Stichwort. Auf den BVB wartet in seinem neuen System ein echter Stresstest. Und der Druck liegt bei den Schwarzgelben. Bei einer Niederlage wären es sieben Punkte Rückstand auf Leipzig, aber es besteht eben auch die Chance, sich bis auf einen Punkt an den Tabellenführer heranzupirschen - und vielleicht ja auch ein kleines Ausrufezeichen im Kampf um Stürmer Erling Haaland zu setzen, der sowohl von RB Leipzig als auch von Borussia Dortmund heftig umworben wird. Auch wenn Zorc das am Montag wie gewohnt nicht kommentieren wollte.

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