Der Trainer der BVB-Helden von 1989 ist seinen Rekord los - schuld daran ist Jadon Sancho

Borussia Dortmund

Jadon Sancho erzielte gegen Leipzig sein 22. Bundesliga-Tor. Jünger war bisher niemand, der diese Marke erreicht hat. Ein anderer Borusse musste den Rekord abgeben - und nimmt es mit Humor.

Dortmund

, 18.12.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Trainer der BVB-Helden von 1989 ist seinen Rekord los - schuld daran ist Jadon Sancho

Jadon Sancho hat einen neuen Rekord in der Bundesliga aufgestellt. © imago images/Jan Huebner

Als Jadon Sancho für die Borussia gegen Leipzig in Minute 34 zum 2:0 traf, da war das das 22. Bundesliga-Tor des flinken Engländers. Er trug sich damit in die Geschichtsbücher des deutschen Fußball-Oberhauses ein, denn jünger als Sancho war bislang niemand, der diese Marke je erreicht hat: 19 Jahre und exakt 267 Tage.

Ausgerechnet ein anderer Borusse verlor dadurch seinen Rekord, der bis zum Dienstagabend um kurz nach 21 Uhr stolze 51 Jahre Bestand hatte: Horst Köppel. Der Mann, der den BVB 1989 als Trainer zum Pokalsieg in Berlin führte, hatte seine Profikarriere einst beim VfB Stuttgart begonnen. Als er im Jahr 1968 zum 22. Mal ins Tor traf, war Köppel zwei Tage älter als Jadon Sancho am Dienstagabend.

Horst Köppel über BVB-Star Jadon Sancho: „Er ist ein Riesenfußballer“

Köppel nahm den Verlust seines Uralt-Rekordes mit Humor. „Das Tor von Sancho muss Abseits gewesen sein“, scherzte der heute 71-Jährige am Mittwoch im Gespräch mit unserer Redaktion.

Der Trainer der BVB-Helden von 1989 ist seinen Rekord los - schuld daran ist Jadon Sancho

Horst Köppel war beim BVB schon in mehreren Funktionen tätig. © imago

„Das ist zwar schade, dass ein anderer jetzt den Rekord hat, aber so erlebe ich das wenigstens noch. Noch 50 Jahre länger und das wäre mir nicht geglückt“, sagte Köppel, und: „Noch mehr hätte ich mich gefreut, wenn Dortmund das Spiel gegen Leipzig gewonnen hätte, aber ich gönne es dem Jungen total. Er ist ein Riesenfußballer. Er macht manchmal ein Tor aus einer Situation, wo du denkst, es ist schon vorbei. Sancho kann es weit bringen.“

Horst Köppels Karriere nahm damals nach dem Blitzstart als Jungprofi in Stuttgart ebenfalls mächtig Fahrt auf. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich als A-Jugendlicher sofort spielen darf. Dann die ersten Tore in der Bundesliga zu schießen, das ist ein Traum, der in Erfüllung geht“, erinnert er sich.

Spieler bei der einen Borussia, Spieler bei der anderen

Er stürmte dann erfolgreich für den VfB und Borussia Mönchengladbach, schoss 83 Bundesligatreffer und schaffte es bis in die Nationalmannschaft. Gespielt bei der einen Borussia, erfolgreicher Trainer bei der anderen – welcher Borussia drückt er denn im Meisterkampf jetzt die Daumen?

Köppel geht es diplomatisch an: „Eine der beiden Borussias soll sehr gerne den Titel holen. Leipzig kann noch warten, und die Bayern haben ihn schon so oft gewonnen.“

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