Diese Regeländerung würde Roman Bürki befürworten - Videobeweis verändert den Fußball

BVB-Keeper

Die Einführung des Videobeweises in der Bundesliga hat aus Sicht von BVB-Torhüter Roman Bürki die Emotionalität im Fußball verändert. In einem Interview plädiert der Schweizer zudem für eine radikale Regeländerung.

Dortmund

, 06.08.2019, 13:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Diese Regeländerung würde Roman Bürki befürworten - Videobeweis verändert den Fußball

Roman Bürki würde die Wechselregel verändern. © Kirchner-Media

Als Torwart hat Bürki das Spielfeld vor sich und auch ein Auge für die Dinge, die ein erzieltes Tor nicht nur im Spielerkreis, sondern auf den Rängen auslöst. Im Signal Iduna Park wird bekanntlich besonders intensiv und laut gejubelt, doch der 28-Jährige spürt eine veränderte Stimmungslage, seit der Videobeweis bei den Spielen der 1. Liga angewendet wird.

Bürki: „Früher hattest du diesen Wow-Effekt“

„Der Fußball hat von der Euphorie gelebt“, sagte Bürki jetzt in einem Interview mit dem Portal „t-online.de“. „Wenn früher jemand ein Tor geschossen hat, haben die Fans gejubelt. Heute jubelst du und wirst dann wieder enttäuscht, weil entschieden wird, dass das Tor per Videobeweis noch mal überprüft werden muss.“ Der Jubel, folgert der Schweizer, „ist heute nicht mehr der gleiche. Früher hattest du diesen Wow-Effekt“.

Diese Regeländerung würde Roman Bürki befürworten - Videobeweis verändert den Fußball

Roman Bürki fehlte zuletzt aufgrund einer Risswunde am Schienbein. Der Keeper soll aber in dieser Woche wieder ins Training einsteigen. © Kirchner-Media

Vom BVB, glaubt Bürki, der im Trainingslager zuletzt verletzt passen musste, könne man in dieser Saison eine Menge erwarten. Der Klub habe gute Arbeit bei der Verstärkung der Mannschaft geleistet, „und das klar abgesteckte Saisonziel hat vielleicht bei dem ein oder anderen den Ausschlag (zugunsten des BVB) gegeben.“ Dass der BVB so früh seine Neuverpflichtungen an Bord geholt habe, könne vielleicht ein entscheidender Faktor werden.

Bürki würde an der Wechselregel schrauben

Die große Leistungsdichte im Kader birgt allerdings auch Gefahren, sagt Dortmunds Nummer eins: Bürki plädiert daher für eine radikale Regeländerung. „Es ist manchmal hart zu sehen, wenn ein Spieler zwei Mal hintereinander im Kader war, aber keine Einsatzzeit bekommen hat“, meint der Schlussmann und ist daher für eine Abschaffung der gültigen Wechselregel. „Ich würde es gut finden, wenn jede Mannschaft so oft wechseln darf wie sie will und wir jeden Spieler aus unserem Kader auch in einem Spiel einsetzen dürften.“

Neben den Bayern hat Bürki als Konkurrenten um die Meisterschaft überraschend noch einen anderen Anwärter auf dem Zettel. „Frankfurt ist nach wie vor ein Kandidat, der vorne mitmischen kann“, meint der 28-Jährige. „Sie kommen sehr stark über die Mentalität und ihre Fans.“

Bürki will den Supercup nicht überbewerten

Dass der BVB den Supercup gewonnen habe, sei allenfalls der Anfang des langen Weges, meint Bürki: „Der Ausgang des Spiels nicht mehr als ein kleiner Fingerzeig für beide Mannschaften, um zu wissen, woran sie in den zwei Wochen bis zum Start der Bundesliga noch arbeiten müssen.“

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