Dirk Krampe erlebt "schmerzhafteste Niederlage"

Mein BVB-Moment des Jahres

Hinter Borussia Dortmund liegen turbulente zwölf Monate: Drama in der Europa League, Pokalfinale, personeller Umbruch, Torrekord in der Champions League. In unserer Serie "BVB-Moment des Jahres" berichten unsere Reporter über ihr prägendstes Ereignis des Jahres 2016.

DORTMUND

, 24.12.2016, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Moment, der die Anfield Road zum Beben brachte: Dejan Lovren (3.v.l.) erzielt per Kopf den Treffer zum 4:3.

Der Moment, der die Anfield Road zum Beben brachte: Dejan Lovren (3.v.l.) erzielt per Kopf den Treffer zum 4:3.

Teil 1: Dirk Krampe erlebt "Dortmunds schmerzhafteste Niederlage 2016" 

Es war eine der schmerzhaftesten Niederlagen für Borussia Dortmund im Kalenderjahr 2016. Aber auch für die unterlegenen Dortmunder ein ganz besonderes Spiel an einem ganz besonderen Ort. Das 3:4 im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League beim FC Liverpool war mein BVB-Moment des Jahres.

Ganz spezieller Dialekt

Schon weit vor Anpfiff, diese Gänsehaut: „You’ll never walk alone“, die Fußball-Hymne schlechthin. An der Anfield Road in seiner ursprünglichsten Form, innbrünstig vorgetragen aus tausenden Kehlen, mit diesem ganz speziellen Dialekt. An diesem Abend des 14. April singen auch die Gäste-Anhänger mit, weil es ja auch ihre Hymne ist. Und das sorgt für eine bombastische, für eine elektrisierende Stimmung.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Europa League, Viertelfinale: FC Liverpool - BVB 4:3 (0:2)

Bilder des Europa-League-Spiels zwischen dem FC Liverpool und Borussia Dortmund.
14.04.2016
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Bilder der Partie Liverpool gegen Dortmund.© Foto: dpa
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Schlagworte Borussia Dortmund,

Rassige 90 Minuten im Mutterland des Fußballs. So möchte man unterhalten werden. Dann die Sekunden in der ersten Minute der Nachspielzeit, die wilde Jubeltraube aus Spielern in roten Trikots. Direkt vor „The Kop“, der Tribüne mit den Treuesten, dem Epizentrum der Liverpooler Begeisterung. Eine tobende Masse von Menschen im absoluten Ausnahmezustand, ein Lärmpegel, der zuvor schon das Niveau eines startenden Düsenjets hatte und nun noch um etliche Dezibel ansteigt.

Konsternierte Dortmunder

Auf der anderen Seite fassungslose und konsternierte Dortmunder. Und ein Liverpooler Trainer, der den entscheidenden Treffer von Dejan Lovren beinahe regungslos hinnimmt, sich langsam umdreht und dann in Zeitlupe in die Arme seines Co-Trainers fällt. Weil das, was da gerade passiert ist, so unfassbar ist, so unglaublich, dass es sich erst ganz langsam bis in sein Gedächtnis fortpflanzen kann.

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Was für Jürgen Klopp einer „der fünf besten Momente“ seines Trainerlebens war, entwickelte sich für Borussia Dortmund zum absoluten Albtraum. 2:0 hatte der BVB nach nur neun Minuten geführt, 3:1 nach Marco Reus‘ wunderschön herausgespieltem Treffer. Doch danach stellte die Borussia das Fußballspielen ein, und sie musste die noch zunehmende Wucht der Liverpooler Angriffe weitgehend macht- und widerstandslos hinnehmen.

"Spüren, riechen und schmecken"

Schon ab dem 1:2, erklärte Klopp später, habe man die Chance auf die große Überraschung im Stadion „spüren, riechen und schmecken“ können. In der Halbzeitpause hatte er seiner Elf mit einer bemerkenswerten Rede („Schreibt ein Märchen, von denen ihr euren Enkel erzählen könnt“) neues Leben eingehaucht. Vom 1:3 durch Reus ließen sich die Liverpooler nicht irritieren, wie aufgezogen rannten, fighteten und spielten sie. Es entwickelte sich eine Partie, die alle in ihren Bann zog.

Aus neutraler Sicht war es überwältigend, mit welcher Leidenschaft Liverpool ums sportliche Überleben kämpfte. Als Lovren dann in der Nachspielzeit das entscheidende 4:3 erzielte und Liverpool nach dem 1:1 im Hinspiel in Dortmund damit das Weiterkommen sicherte, da explodierte dieses Stadion in purer Freude, Stolz und diesem Gefühl, Zeuge von etwas Unfassbarem gewesen zu sein.

Ganz besonderes Erlebnis

Bei allem Schmerz aus Dortmunder Sicht war es aber gerade auch für die jungen Spieler im Team wie Julian Weigl ein ganz besonderes Erlebnis und ein Spiel, aus dem man viel lernen konnte. Diese Erkenntnis dürfte sich allerdings erst später durchgesetzt haben.

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