Doll über Frei: "Wir finden den richtigen Zeitpunkt"

DORTMUND Die Konstellation ähnelt der von vor 365 Tagen ziemlich genau. Auch damals startete Borussia mit einem Sieg über einen Titelanwärter das neue Pflichtspieljahr (3:2 gegen die Bayern) und erlitt nur wenig später bei einem Abstiegskandidaten Schiffbruch (0:1 in Mainz).

von Von Thomas Rellmann

, 31.01.2008, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Doll über Frei: "Wir finden den richtigen Zeitpunkt"

Alex Frei wartet auf sein Comeback.

2008 begann wieder mit einem Ausrufezeichen. Der 2:1-Erfolg im Pokal-Achtelfinale gegen Werder Bremen war zumindest in finanzieller Hinsicht ein großer Schritt, selbst wenn die Leistung noch Steigerungspotenzial offenbarte. Und erneut steht nun der Gang zu einem Kellerkind an. Das ist in der Nachbarschaft beheimatet und ziert das Ende der Tabelle. Wenn der BVB am Samstag (15.30 Uhr) MSV-Arena gastiert, kämpft der Duisburger Gastgeber bereits um eine seiner letzten Chancen.

„Erfahrungen gemacht“

So wie der FSV Mainz vor einem Jahr in etwa. Sportdirektor Michael Zorc sieht ob dieser Ausgangslage jedoch keine Gefahr. „Die Mannschaft hat seitdem ihre Erfahrungen gemacht und oft nach guten Spielen abgebaut. Ich sehe aber diesmal keinen Anlass, mit der falschen Einstellung. Schließlich haben wir noch was gutzumachen.“

Stimmt, da war doch was. Am 12. August. Da bremste der MSV die riesige Euphorie, mit der die Borussen in die neue Saison gestartet waren, mit einem Schlag. Das 1:3 hat in Dortmund niemand vergessen. Ein Sieg – egal wie – würde einiges gerade rücken. „Wir sind nicht für die Attraktivität des Spiels zuständig“, wendet Zorc ein.

Offensive hakte

Würden die Schwarzgelben trotzdem für sie sorgen, hätte Thomas Doll nichts dagegen. Gegen Werder hakte der Offensivgang noch. „Wir standen oft viel zu tief, weil wir gar keine Zeit hatten, vorzuschieben“, erklärt der Trainer. „Das lag an den schnellen Ballverlusten.“

Personell hat der Ex-Hamburger aktuell zwei Sorgenkinder. Robert Kovac (Erkältung) und Diego Klimowicz (muskuläre Probleme) konnten gestern nicht trainieren, ihr Mitwirken ist noch nicht sicher. Fit fühlt sich dagegen Alexander Frei. Der Schweizer war am Dienstag Abend etwas mürrisch, weil er 90 Minuten auf der Bank verbracht hatte. Doch Doll wiegelt ab: „Wir werden den richtigen Zeitpunkt für seine Rückkehr finden. Da lassen wir uns nicht unter Druck setzen.“ Die eine oder andere Einheit fehle dem Torjäger noch. „Er brennt, er ist heiß. Mal sehen, ob diesmal eine Möglichkeit besteht.“ Klingt wieder nach Jokerrolle.

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