Thomas Meunier wird dem BVB am Samstag gegen Mainz wohl fehlen. © imago images/RHR-Foto
Borussia Dortmund

Drei Rechtsverteidiger beim BVB – und trotzdem dürfte jemand anderes dort spielen

Borussia Dortmund hat in Thomas Meunier, Mateu Morey und Felix Passlack drei etatmäßige Rechtsverteidiger im Kader. Doch gegen Mainz wird wohl keiner von ihnen auf der Position spielen.

Händeringend hat sich Borussia Dortmund im Sommer auf dem Transfermarkt nach einem Rechtsverteidiger umgeschaut. Das Objekt der Begierde: Diogo Dalot von Manchester United. Doch der Transfer kam nicht zu Stande, der BVB ging leer aus. Also blieb es bei drei angestammten Rechtsverteidigern im Kader von Borussia Dortmund: Thomas Meunier, Mateu Morey und Felix Passlack. Gegen Mainz wird aber wohl keiner von ihnen auflaufen können – oder dürfen.

Mateu Morey schuftet auf dem BVB-Trainingsgelände

Bei Mateu Morey ist die Sache relativ einfach und auch bekannt. Nachdem in seinem Knie so gut wie alles kaputt war, was nur so kaputtgehen konnte, kämpft sich der Spanier Schritt für Schritt wieder zurück. Am Mittwoch hat er den nächsten Meilenstein auf seinem harten Weg erreicht, erstmals absolvierte der 21-Jährige eine Laufeinheit auf dem Trainingsgelände in Brackel. Bis er aber Borussia Dortmund wirklich weiterhelfen kann und Marco Rose auf ihn zurückgreifen kann, wird es natürlich noch dauern.

Ein weiterer Profi, der wahrscheinlich nicht spielen kann, ist Thomas Meunier. Was sich nach einer Lappalie anhört, ist in Wirklichkeit richtig schmerzhaft. Dem Belgier ist jemand auf den Fuß gestiegen, der Zeh ist dick und blau. „Wir haben Thomas Meunier, der nach wie vor größere Probleme mit seinem Zeh hat, wo wir sehen müssen, wie sich das entwickeln wird“, sagte Coach Marco Rose auf der Pressekonferenz. Zuletzt musste er deswegen sogar die Länderspielreise frühzeitig abbrechen – genauso wie jetzt eine weitere Trainingseinheit beim BVB. Einsatz am Samstag also mehr als fraglich.

Passlack trotz Verletzungen von Meunier und Morey nur Außenseiter

Diese Ausfälle würden also eigentlich zur Folge haben, dass mit Felix Passlack der letzte verbliebende Rechtsverteidiger in die Startformation rückt. So wie schon zu Beginn der Saison, als Meunier aufgrund einer Covid-Infektion ausgefallen war. Doch seitdem scheint das Dortmunder Eigengewächs aufs Abstellgleis gerutscht zu sein, die Einsätze in der Bundesliga und vor allem im Supercup gegen die Bayern hatten zu deutlich gezeigt, dass Passlack nicht die 1A-Lösung auf der rechten Seite ist.

Was also tun, wenn alle drei angestammten Rechtsverteidiger nicht zur Verfügung stehen oder aus Leistungsgründen nicht in Frage kommen? Genau, eine Überraschung aus dem Hut zaubern. In Dortmund trägt diese den Namen Marius Wolf. Schon gegen Augsburg hatte Marco Rose den 26-Jährigen nach der verletzungsbedingten Auswechslung Meuniers von der linken Halbposition in der Raute auf die Rechtsverteidigerposition zitiert. Am Samstag gegen Mainz winkt Wolf also nun sein zweiter Startelf-Einsatz in Folge – aber eben hinten rechts statt vorne links.

Seine Polyvalenz ist es, die Wolf aktuell sehr zu Gute kommt. Dazu sein Biss. Und wer weiß, vielleicht muss sich der BVB gar nicht mehr nach einem Back-up für die Rechtsverteidigerposition umschauen. Sondern hat ihn schon längst im Kader.

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