Duell der Diamanten! So verzücken Sancho und Havertz die Bundesliga

hzBorussia Dortmund

Wenn der BVB gegen Leverkusen spielt, stehen zwei der größten Bundesliga-Talente auf dem Platz: Jadon Sancho und Kai Havertz. Das Duell der Diamanten dürfte aber schon bald ein Ende haben.

Dortmund

, 12.09.2019, 09:25 Uhr / Lesedauer: 3 min

Glaubt man den Zahlen, steht am Samstag ein absolutes Gigantenduell auf dem Bundesliga-Spielplan. Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen, das ist auch das Aufeinandertreffen der beiden Fußball-Juwele Jadon Sancho und Kai Havertz. Die beiden monetär wertvollsten Spieler der Bundesliga kicken am Wochenende gegeneinander: Sancho, gerade einmal zarte 19 Jahre jung, bringt es auf 100 Millionen Euro Marktwert auf dem Transfermarkt, Kai Havertz, nur neun Monate älter als der Engländer, auf 90 Millionen Euro. Einzig Bayern Münchens brasilianischer Starneuzugang Philippe Coutinho (27) kann da mithalten, auch sein Marktwert beläuft sich auf 90 Millionen Euro.

Sancho beeindruckt mit herausragenden Werten

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Entscheidenden Anteil an den astronomischen Marktwerten hat bei beiden Spielern neben ihren Vertragslaufzeiten bis 2022 und ihres jungen Alters vor allem die vergangene Saison. Sancho belegte in der zurückliegenden Spielzeit in der Scorerliste der Bundesliga Rang zwei hinter Robert Lewandowski (34 Scorerpunkte), zwölf Tore erzielte Sancho selbst, 18 weitere legte er auf. Wettbewerbsübergreifend brachte Sancho es auf 32 Torbeteiligungen in 43 Pflichtspielen.

Duell der Diamanten! So verzücken Sancho und Havertz die Bundesliga

© Deltatre

Havertz teilte sich als offensiver Mittelfeldspieler den dritten Platz in der Torjägerliste hinter Lewandowski (22) und Paco Alcacer (18). 17 Mal traf er in der Bundesliga, genauso oft wie Marco Reus. Bei der Wahl zu Deutschlands Fußballer des Jahres landete Havertz hinter Reus auf Rang zwei, insgesamt gelangen ihm in Liga, Pokal und Europa League 27 Torbeteiligungen in 42 Pflichtspielen. Kurzum: Sancho und Havertz sind zu prägenden Gesichtern in ihren Klubs und in der Bundesliga geworden.

Sancho und Havertz sind begehrt

Die große Frage lautet nun, wie es in der Zukunft weitergeht. Und wo. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es am Samstag eines der letzten Duelle zwischen Sancho und Havertz ist, das sie in Schwarzgelb und Schwarzrot bestreiten. Im Frühjahr positionierten sich beide Klubs, sowohl der BVB als auch Bayer Leverkusen auf dem Transfermarkt und erklärten ihre edelsten und teuersten Diamanten für unverkäuflich – wohlwissend, dass eine solche Strategie einmal funktioniert, aber in dieser Klarheit kein zweites Mal.

Gareth Southgate, der Trainer der englischen Nationalmannschaft, hat dieser Tage erklärt, dass Sancho seiner Meinung nach „immer noch ein wenig unter dem Radar“ spiele, weil er nun mal in Dortmund unter Vertrag stehe und nicht in England oder bei einem der anderen ganz großen Vereine in Europa. So sind sie eben, die Engländer, alles außerhalb der Premier League ist zu wenig. Es sei denn, Real Madrid oder der FC Barcelona klopfen an. Dann meinetwegen.

Was will Jadon Sancho?

Sancho dürfte den Wink seines Nationaltrainers registriert haben. Und auch bei Borussia Dortmund bereiten sie sich darauf vor, dass im nächsten Sommer nicht mehr Sancho, sondern dafür ein riesiger Haufen Geld in Dortmund auflaufen wird. Hans-Joachim Watzke will zwar nicht ausschließen, dass Sancho auch in fünf Jahren noch im BVB-Trikot aufläuft, wirklich daran glauben tut er aber nicht. Man müsse fortan von Saison zu Saison schauen, was am sinnvollsten sei - und natürlich gehe es auch darum, was der Spieler wolle, hat er kürzlich im Gespräch mit dieser Redaktion erklärt.

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Trifft jetzt auch für die englische Nationalmannschaft: Jadon Sancho. © dpa

In Leverkusen verhält es sich nicht anders. Läuft es normal, spielt Eigengewächs Havertz seine letzte Saison unterm Bayer-Kreuz. Auch der Spieler hat bereits erklärt, irgendwann den nächsten Schritt gehen zu müssen und zu wollen. Der Werksklub erwartet als Gegenleistung erstmals in der Vereinsgeschichte einen Transfererlös im dreistelligen Millionenbereich. Bayern München wird als Favorit in der Personalie Havertz gehandelt, auch der FC Barcelona beschäftigt sich mit dem gebürtigen Aachener, über den Bundestrainer Joachim Löw sagt: „Kai hat wahnsinnige Qualität. Er wird seinen Weg machen und wir werden ihm dabei helfen.“

BVB-Kapitän Reus wirbt um Havertz

Zumindest Marco Reus hat im Werben um Havertz vor ein paar Tagen spaßeshalber auch mal den BVB-Hut in den Ring geworfen. Er werde alles versuchen, „um ihn nach Dortmund zu lotsen“, erklärte der BVB-Kapitän im Interview mit Sport1. „Ich weiß nicht, wie weit es ablösesummentechnisch noch in die Höhe geht und es Dortmund vielleicht zu viel ist. Aber ich werde mein Bestes geben.“

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