„Ein Riesenspieler“: Ex-Borusse Horst Köppel hofft auf Sancho-Verbleib beim BVB

hzBundesliga-Topspiel

In der Brust von Horst Köppel schlagen zwei Borussen-Herzen, er war jahrelang für Dortmund und Mönchengladbach aktiv. Beim Topspiel wird der 71-Jährige auf einen BVB-Spieler besonders achten.

Dortmund

, 07.03.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist schon etwas überraschend, dass nicht der Pokalerfolg 1989 die größte Erinnerung von Horst Köppel an seine Zeit in Dortmund ist. Der 71-Jährige war damals Trainer des BVB, führte die Schwarzgelben zum ersten Titel seit 1966. „Sicherlich, das war natürlich der ganz große Erfolg“, erzählt Köppel. Er führt an, dass der BVB im Anschluss wieder im Europapokal mit dabei war, die Blütejahre der 90er-Jahre begannen.

Der Pokalerfolg in Berlin ist für Köppel eine prägende Erinnerung. Diesen Titel stellt der frühere Stürmer aber nicht höher als seine Zeit bei den BVB-Amateuren. „Die Dortmunder Zeit mit der U23 habe ich in besonderer Erinnerung“, sagt Köppel über die drei Jahre (von 2001 bis 2004) als BVB-II-Coach. 2002 stieg der gebürtige Schwabe mit dem BVB II in die Regionalliga auf, ehe es ihn 2004 nach Mönchengladbach zog.

Mönchengladbach gegen BVB - Horst Köppel wünscht sich ein Remis

Dorthin, wo er als Spieler in den 70er-Jahren fünf Mal Deutscher Meister wurde, zwei Mal den Europapokal gewann. Köppel trainierte ab 2004 ebenfalls die Zweitvertretung der Fohlen, war gleich doppelt Interimstrainer der Gladbacher in der Bundesliga.

Es sind zwei Herzen, die in seiner Brust schlagen. Das schwarzgelbe, aber besonders das der Borussia aus Gladbach, bedingt durch die Erfolge als Spieler, wie er zugibt. Dennoch würde er sich für das Topspiel am Samstagabend (18.30 Uhr, live auf Sky) am liebsten eine Punkteteilung wünschen. „Ein 2:2 oder 3:3 wäre mir am liebsten. Wenn einer verliert, sähe es schlecht aus für den Titelkampf“, meint Köppel. „Da wäre es das Beste, wenn beide einen Punkt holen.“

Horst Köppel traut dem BVB den Titel zu

In der jetzigen Situation habe man das Gefühl, „dass die Bayern sich gefangen haben. Aber Dortmund hat noch Chancen“. Ein BVB-Spieler hat es Horst Köppel besonders angetan: Jadon Sancho: „Er ist ein Riesenspieler, der nutzt fast jede Torchance. Hoffentlich auch noch für lange Zeit in Dortmund.“ Diesen besonderen Spieler gibt es laut Köppel bei den Fohlen derzeit nicht: „Die Gladbacher kommen über das Kollektiv.“

Jetzt lesen

Köppel wird sich das Topspiel live im Borussia-Park anschauen - und genau auf Lucien Favre achten, den er für einen „sehr, sehr guten Trainer“ hält. Allerdings hadere der Schweizer manchmal zu sehr mit sich selbst. „Ich kenne ihn jetzt ein bisschen länger. Er scheint manchmal nicht ganz zufrieden zu sein. Dass er kritisiert wird, beschäftigt ihn zu viel.“

Lesen Sie jetzt