Einige personelle Überraschungen: Mit diesem Kader fliegt der BVB in die USA

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Wenn Montag um 5.28 Uhr die Sonne über Dortmund aufgeht, packen die BVB-Profis bereits ihre Koffer in den Bus. Um 6 Uhr soll er losrollen. Das Ziel: Flughafen Frankfurt. Die USA-Tour beginnt - mit einigen personellen Überraschungen.

Dortmund

, 14.07.2019, 15:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Shinji Kagawa hatte am Freitag zwar ein Blitz-Comeback im Testspiel der Borussia beim FC Schweinberg (10:0) gegeben und auch einen Treffer erzielt. Der 30-Jährige zählt dennoch nicht zum Dortmunder Tross, der bis zum Samstag (21. Juli) durch den Westen und Norden der Vereinigten Staaten tourt.

Pherai und Reyna auf der großen BVB-Bühne

Auf Maximilian Philipp ist hingegen ein Flugticket ausgestellt. Der Offensivspieler steht zwar mit dem VfL Wolfsburg wegen eines Wechsels in Kontakt, noch aber scheinen die Verhandlungen nicht in der finalen Phase zu stecken. Philipp ist dabei. Weiterhin freigestellt und damit nicht Teil des BVB-Trosses ist dagegen Andre Schürrle. Der Flügelstürmer bleibt auf intensiver Klubsuche. Ebenso fehlen wird Abdou Diallo, der kurz vor einem Wechsel zu Paris Saint-Germain steht.

„Giovanni Reyna ist sehr komplett, hat eine feine Technik, Schnelligkeit, eine gute Spielübersicht.“
Michael Skibbe

Verletzt passen müssen Manuel Akanji und Marcel Schmelzer. Beide Spieler klagen über muskuläre Probleme und werden in Dortmund behandelt. Dafür dürfen zwei BVB-Youngster neben 24 anderen Profis mitreisen: Immanuel Pherai (18) und Giovanni Reyna.

Der 16-Jährige ist erst vor wenigen Wochen in Dortmund angekommen, hat sein erstes Testspiel für die U19 der Borussia absolviert - und getroffen. Schon darf er Profiluft schnuppern. Und das in seiner Heimat USA, wo er als eines der größten Talente gilt und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für den BVB-Besuch noch einmal ankurbeln dürfte. Auch Michael Skibbe, Cheftrainer der BVB-Junioren, hält große Stücke auf Reyna. „Er ist sehr komplett, hat eine feine Technik, Schnelligkeit, eine gute Spielübersicht“, sagt er.

Erst Seattle, dann Liverpool

Als nicht minder begabt stufen die BVB-Verantwortlichen Immanuel Pherai ein. Der 18-jährige Niederländer, der die U17 und U19 der Borussia zum Deutschen Meistertitel führte, erhält in den USA ebenfalls die Chance, sich zu zeigen. „Immanuel hat Bock auf Herausforderungen“, sagt BVB-Nachwuchskoordinator Lars Ricken über ihn. „Er hat auf jeden Fall das Zeug, es in den Bundesliga-Kader zu schaffen.“ Pherais erstes Ziel dürfte es sein, im Kader zu stehen, wenn die Borussia auf ihrer US-Tour spielt. Nach deutscher Zeit am Donnerstagmorgen um 4.30 Uhr trifft der BVB auf die Seattle Sounders, in der Nacht zu Samstag (02.00 Uhr) wartet der Champions-League-Gewinner FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp.

Einige personelle Überraschungen: Mit diesem Kader fliegt der BVB in die USA

Fliegt gemeinsam mit den BVB-Profis in die Heimat: U19-Neuzugang Giovanni Reyna. © Groeger

Damit die kompakte Sechs-Tage-Tour mit tausenden Flugkilometern keine unangenehmen Überraschungen parat hält, hat die Borussia sie über Monate akribisch vorbereitet. Auch, weil neben Marketingaktionen „ausreichend Zeit fürs Training sein muss“, erklärt Geschäftsführer Carsten Cramer. „Wir haben alles eng mit der sportlichen Führung abgestimmt.“ Bereits am Freitag und am Samstag reisten Vorauskommandos aus Dortmund in die USA, um letzte Details abzuhaken. Sie nahmen unter anderem die Trainingsplätze in Augenschein und gaben grünes Licht. Auch die BVB-Botschafter Patrick Owomoyela und Roman Weidenfeller zählen zur Crew.

BVB absolviert ein straffes Programm

Wenn der Flieger aus Frankfurt mit dem Deutschen Vize-Meister an Bord am Montag zur Mittagszeit in Seattle landet, startet das straffe Programm. Nach einem ersten lockeren Training steht am Abend die „Black-Yellow-Night“ an. Am Dienstag ist der BVB im Hauptquartier von Amazon zu Gast. 500 Amazon-Mitarbeiter erleben einen Talk mit den BVB-Profis, auch die Amazon-Dokumentation über die Rückrunde der Borussia, die ab Anfang August zu sehen sein wird, wird ein Thema sein. Nach dem Spiel gegen die Seattle Sounders fliegt der BVB-Tross weiter über Chicago nach South Bend/Indiana, an der Universität Notre Dame steigt dann das Duell mit Liverpool. Carsten Cramer bringt es auf den Punkt: „Wir haben viel zu tun.“

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