Entspannungs-Therapie? - Der BVB könnte im Spiel gegen Bremen die Debatten vorerst beenden

Borussia Dortmund

Ein klarer Heimsieg gegen Werder Bremen und die Mentalitäts-Debatte beim BVB wäre wohl vorerst beendet. Doch in der Abwehr scheinen gegen die Hanseaten Umbaumaßnahmen nötig zu sein.

Dortmund

, 28.09.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Entspannungs-Therapie? - Der BVB könnte im Spiel gegen Bremen die Debatten vorerst beenden

Die wachsamen Augen von Mats Hummels (l.) werden dem BVB im Heimspiel gegen Werder Bremen wohl fehlen. Der Abwehrchef soll seine Rückenverletzung auskurieren. © imago images/Rene Schulz

Etwas Besseres als die hochkochende Mentalitäts-Debatte konnte Borussia Dortmund gar nicht passieren. In sechs langen Tagen, in denen das 2:2 in Frankfurt bis zum vorläufigen Saisonaus dramatisiert wurde, haben gefühlt alle Fußballexperten, Fans und sogar Sportwissenschaftler ihre Meinung gefragt oder ungefragt kundgetan.

Die BVB-Mannschaft, ungewollt im Brennglas der Öffentlichkeit, kann die Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit als sinnstiftendes Element nutzen, um eine – Achtung – Wagenburg-Mentalität aufzubauen. Wir gegen alle. Wir für uns. Im Heimspiel gegen Werder Bremen (Samstag, 18.30 Uhr, live auf Sky) bietet sich die ideale Gelegenheit, erstmal für Ruhe zu sorgen.

Der BVB tritt nicht durchweg wie ein Spitzenteam auf

Wie sehr die Meinungen über die Leistungen der Borussen in den vergangenen Wochen auseinandergehen, verdeutlich ein Blick ins Stadionheft. Von einem „silbernen September“ spricht Präsident Dr. Reinhard Rauball. Der BVB in der Spitzengruppe der Bundesliga, ein starker Start in die Champions League – das kann man so werten.

Entspannungs-Therapie? - Der BVB könnte im Spiel gegen Bremen die Debatten vorerst beenden

Der Start in die Champions League von Paco Alcacer und dem BVB war gut - nun muss die Mannschaft auch gegen Werder Bremen liefern. © Guido Kirchner

Alle Skeptiker im und außerhalb des schwarzgelben Lagers werden mit dieser Argumentation ihre Probleme haben, weil Dortmund im Jahr 2019 nicht durchweg wie eine Spitzenmannschaft auftritt.

Zu Hause ist der BVB eine Tormaschine

Schnell wollte BVB-Trainer Lucien Favre schon am Sonntag „nach vorne schauen“ und „das nächste Spiel gewinnen“. Da trifft es sich hervorragend, dass zu Beginn einer komplizierten Englischen Woche mit Spielen in Prag am Mittwoch und in Freiburg am kommenden Samstag ein Heimspiel ansteht.

Und zuhause ist das Vergnügen quasi garantiert: In allen bisherigen Bundesliga-Heimspielen unter Favre erzielte der BVB mindestens zwei Tore. Ein klarer Sieg wäre die perfekte Entspannungstherapie für die Mentalitäts-Mönsterchen.

Kein Risiko bei Mats Hummels

Auf die Routine des am Rücken verletzten Abwehrchefs Mats Hummels („Vielleicht geht’s, aber tendenziell wird es eine knappe Kiste“) müssen die Borussen dabei wohl verzichten. Der Innenverteidiger soll nichts überstürzen, um keine größere Verletzung zu riskieren.

Im üppig gefüllten Krankenlager des Gegners fehlt sein Pendant, Ömer Toprak, nach einem Muskelfaserriss zwar auf dem Platz. Zusetzen könnte er den Kollegen dennoch, als Informant für Werders Trainer Florian Kohfeldt.

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Ömer Toprak kann gegen seinen alten Verein noch nicht wieder auf dem Platz stehen. © imago images / ULMER Pressebildagentur

Toprak absolvierte schließlich bis zum 11. August die komplette Vorbereitung mit dem BVB, ehe er als Leihspieler an die Weser wechselte. „Wir haben geredet“, bestätigte Kohfeldt. „Das macht ja auch Sinn.“ Auch ohne Inhalte von Topraks Plauderei über den BVB zu kennen, darf man sicher sein: Er wird eher vor Dortmunds Power-Offensive gewarnt haben als vor wankelmütiger Mentalität. Auch das wäre sinnig.

So könnten sie spielen:

BVB: Bürki - Hakimi, Akanji, Zagadou, Guerreiro - Witsel, Delaney - Sancho, Reus, Brandt - Götze

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