Enttäuschende Tests: Zorc nimmt etablierte BVB-Profis in die Pflicht

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Borussia Dortmund enttäuscht in den Testspielen gegen Paderborn und Bochum. BVB-Sportdirektor Michael Zorc übt Kritik - und nimmt vor allem die etablierten Spieler in die Pflicht.

Dortmund

, 29.08.2020, 17:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein 1:1 gegen den SC Paderborn, ein 1:3 gegen den VfL Bochum: Der BVB enttäuschte am Freitag bei Borussia Dortmunds offizieller - in diesem Jahr digitaler - Saisoneröffnung gegen zwei Zweitligisten, und stellte dabei offen zur Schau, dass noch einiges an Arbeit auf Trainer Lucien Favre und seine Mannschaft wartet.

Für den BVB wird es am 14. September ernst

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Zu hoch hängen wollte Michael Zorc die beiden Testspiel-Ergebnisse nicht. Er sehe zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung „keinen Grund für Alarmismus“, erklärte der BVB-Sportdirektor im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten am Samstag, wollte allerdings schon mitteilen, dass „die Antennen allmählich ausgefahren“ werden sollten. „Natürlich müssen wir in einer anderen Verfassung sein, wenn die Pflichtspiele losgehen.“

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Gut zwei Wochen Zeit bleiben bis dahin. Am 14. September trifft Borussia Dortmund in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den Drittligisten MSV Duisburg. Nach zwei ernüchternden Pokaljahren unter Trainer Lucien Favre, in denen jeweils im Achtelfinale gegen Werder Bremen Schluss war, ist Stolpern im ehemaligen Wedaustadion, das heute leider Schauinsland-Reisen-Arena heißt, strengstens verboten.

BVB-Sportdirektor Zorc: „Da müssen wir mehr ewarten dürfen“

Spätestens in Duisburg erwartet Zorc von den BVB-Profis ein ganz anderes Auftreten als in den Testspielen am Freitag. Vor allem mit der Leistung im zweiten Testspiel gegen Bochum könne die Mannschaft „überhaupt nicht zufrieden sein“, sagte Zorc - und konkretisierte: „Damit meine ich ausdrücklich nicht die jungen Spieler aus der U19 oder der U23, die ausgeholfen haben, sondern die etablierten Spieler. Da müssen wir auch in einem Vorbereitungsspiel mehr erwarten dürfen.“

Namen nannte Zorc freilich nicht, der 58-Jährige ist niemand, der einzelne Spieler öffentlich an den Pranger stellt, aber ein Blick auf die Aufstellung des BVB im Test gegen den VfL Bochum lässt halbwegs tief blicken. Der BVB spielte mit Luca Unbehaun, Marius Wolf, Lukasz Piszczek, Mats Hummels, Taylan Duman, Jude Bellingham, Axel Witsel, Richmond Tachie, Julian Brandt, Alaa Bakir und Thorgan Hazard.

Zorc über BVB-Abstellungen „gar nicht so unglücklich“

Dass nun für 15 Spieler aus dem BVB-Kader mitten in der Saison-Vorbereitung die erste Länderspielreise ansteht, bewertet Zorc aufgrund der Testspiel-Eindrücke gar nicht so negativ, wie man vielleicht meinen könnte. „Ich bin über die Länderspiel-Abstellungen gar nicht so unglücklich“, sagte Zorc. „In der Nations League warten immerhin richtige Pflichtspiele auf unsere Nationalspieler. Und ein bisschen mehr Wettbewerbs-Modus wird uns sicher nicht schaden.“

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