Frei soll Bundesliga riechen

DORTMUND Vier Spiele sind es noch – vier bis in den UEFA-Cup. Am Dienstag (20.30 Uhr), wenn Borussia Dortmund vor 66 000 Fans im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Werder Bremen auflaufen wird, spielen die Gedanken an eine Rückkehr auf die internationale Bühne mit.

von Von Sascha Fligge

, 27.01.2008, 21:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Frei soll Bundesliga riechen

Alex Frei wartet auf sein Comeback.

„Für uns ist diese Partie wichtiger als für Bremen“, meint BVB-Sportdirektor Michael Zorc: „Werder wird durch die Liga-Erfolge in der kommenden Saison mit großer Sicherheit international dabei sein, für uns ist der DFB-Pokal der leichteste Weg nach Europa.“

Ihr bislang letztes UEFA-Cup-Spiel absolvierte die Borussia am 27. November 2003 (0:4-Pleite in Sochaux). Anschließend wäre der Klub beinahe in den Schlund der Insolvenz gestürzt. Mit den Konsequenzen kämpft Dortmund noch heute. Die Bundesliga-Tabelle führt das Team nur auf Rang 10, der Rückstand auf Platz 5 beträgt quälende acht Zähler.

Von Bremer Verhältnissen ist der BVB noch weit entfernt. Mit jenen 32 Millionen Euro, die die Borussia ihrem Kader überweist, könnte Werder (42 Mio. Euro) nur rund drei Viertel seines Personals entlohnen. Es geht am Dienstag – in diesem ungleichen Duell – also um nicht weniger als eine fußballerische Punktlandung gegen SVW-Regisseur Diego und dessen Kollegen.

Frei beim 1:1 dabei

Mladen Petric könnte an ihr beteiligt sein. Der an der Hüfte verletzte Stürmer trainierte am Sonntag wieder. „Mladen spürt noch die Reaktion seiner Muskulatur“, betont Trainer Thomas Doll anschließend. Erst nach dem Abschlusstraining am Montag werde man wissen, ob er zur Verfügung stehe. Top-Torjäger Alexander Frei soll immerhin auf der Bank sitzen. Am Sonntagnachmittag testete der Schweizer sich und seine Wade im Spiel der Amateure beim Oberligisten Speldorf (1:1) – 45 Minuten lang. Beschwerdefrei. Doll: „Als Zeichen für ihn und für das Team möchte ich Alex bei uns wissen. Dieses Hineinriechen bringt ihm nach langer Leidenszeit sicher Extra-Schwung.“ Eine Prämie für das Vorstoßen ins Pokal-Viertelfinale hat der Borussen-Mannschaftsrat übrigens nicht ausgehandelt. „Unser Team will in Vorleistung treten“, sagt KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke: „Aber wir werden etwas abgeben!“ Inklusive der TV-Gelder rechnet Dortmund mit einer Nettoeinnahme von 1,25 Mio. Euro.

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