Frust bei BVB-Sportdirektor Zorc nach Aus gegen Paris: „Zu viele Spieler unter Form“

Champions League

Bei Michael Zorc sitzt der Frust tief nach dem Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain. Der BVB-Sportdirektor geht mit der Mannschaft hart ins Gericht.

Dortmund

, 12.03.2020, 00:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Enttäuscht nach dem 0:2 in Paris: BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Enttäuscht nach dem 0:2 in Paris: BVB-Sportdirektor Michael Zorc. © Kirchner-Media

Eine große Gelegenheit habe Borussia Dortmund im Pariser Prinzenpark verpasst, meinte Michael Zorc, dem BVB-Sportdirektor war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Wir hatten eine gute Chance, hier weiterzukommen. Wir haben sie nicht wahrgenommen.“

Zorc: „PSG musste sich nicht großartig anstrengen“

Aus der Sicht des 57-Jährigen war das Ausscheiden unnötig. Vor dem Spiel hatte Zorc gewarnt, die Borussia müsse selber aktiv sein, nach vorne spielen und mutig sein. Alle diese Elemente vermisste der Manager dann während der 95 Minuten. „Wir waren im Vorwärtsgang viel zu harmlos, bei den Gegentoren haben wir es Paris viel zu einfach gemacht“, so Zorc. „PSG musste sich nicht großartig anstrengen.“

Die Mängelliste war aus Dortmunder Sicht zu lang. Aufstellung, Taktik, fehlende Kulisse: Punkte, über die man nicht diskutieren müsse, so Zorc: „Auf dem Platz war es von uns heute zu wenig, wir haben nicht die Leistung gebracht, zu viele Spieler waren heute unter Form.“ Er habe zudem das Gefühl gehabt, meinte Zorc, „dass wir teilweise beeindruckt waren. Paris war heute deutlich abgeklärter.“

BVB-Sportdirektor Zorc: „Neymar ist ein guter Schauspieler“

Bei aller Kritik, über die Rote Karte gegen Emre Can ärgerte sich der Dortmunder Sportdirektor: „Die war zu hart. Wir wissen ja, dass Neymar ein guter Schauspieler ist. Das hat er heute gezeigt.“

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BVB-Trainer Favre: "Die Möglichkeit war da"

Mit seiner sehr deutlichen Kritik am Auftritt des BVB in Paris war Zorc nur bedingt im Einklang mit seinem Trainer. Auch Lucien Favre hatte „viel zu leichte Fehler gesehen, was dann bestraft wurde.“ Die Gegentore seien komplett unnötig gewesen, doch zu hart ins Gericht wollte der Schweizer Trainer mit der Elf nicht gehen. „Wir sollten nicht übertreiben“, meinte er im Interview bei „Sky“. „Es war nicht so schlecht.

Mats Hummels: „BVB hatte nur drei Halbchancen“

Das Hauptmanko aus Sicht von Mats Hummels war die fehlende Durchschlagskraft im Angriff. „Wir waren sehr oft in Strafraumnähe, haben es aber nicht geschafft, Druck aufs Tor zu entwickeln und hatten nur drei Halbchancen“, meinte der Abwehrchef. „Der berühmte letzte Ball kam nicht an.“

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Die spezielle Kulisse im leeren Pariser Stadion war für alle Dortmunder befremdlich. „Am Anfang war es sehr seltsam“, erklärte Hummels bei „Sky“, die Atmosphäre sei „wie bei einem Testspiel“ gewesen. „Man versteht jedes Wort, jeden Schrei. Aber damit müssen sich alle arrangieren in den nächsten Wochen, das war ja auch für beide Mannschaften gleich.“ Lucien Favre fasste kurz und knapp zusammen: „Es fehlte etwas.“

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