Für Neuzugang Nico Schulz ist beim BVB alles eine Nummer größer

hzBorussia Dortmund

Von Hoffenheim zum BVB: Nico Schulz geht die Karriere der großen Schritte. In Dortmund soll der Nationalspieler in der kommenden Saison eine der Problemstellen beackern.

South Bend

, 21.07.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum Abschluss gab’s die feine amerikanische Küche. Burger, Pommes und Limonade im Fast-Food-Laden des Vertrauens. Das hatte durchaus Belohnungscharakter, die BVB-Profis hatten sich den aus sportwissenschaftlicher Sicht vermutlich diskutablen Snack verdient. Burger für die Seele. Muss auch mal sein. Essen macht glücklich.

Schulz kommt schnell beim BVB an

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Glücklich, aber müde schaute auch BVB-Neuzugang Nico Schulz drein, als er am späten Freitagabend amerikanischer Ortszeit Feierabend hatte. Die knappe Woche in den USA war zwar anstrengend, aber sie hat geholfen, um schnell bei Borussia Dortmund anzukommen. „Diese Reise war sicherlich gut für mich“, erklärte der gebürtige Berliner, für den der Vizemeister jüngst 25,5 Millionen Euro an die TSG Hoffenheim überwiesen hat. „Ich konnte den Jungs ja gar nicht aus dem Weg gehen, weil wir uns zwangsläufig die ganze Zeit sehen. Ich wurde wirklich sehr gut aufgenommen. Auf dem Platz, aber auch außerhalb.“ Alles sei „nur positiv“, sagte Schulz, er könne sich wahrlich nicht beklagen.

Und vielleicht waren die USA ja auch genau das richtige Reiseziel. Amerika, wo fast alles eine Nummer größer ist als in Europa, wo die Möglichkeiten unbegrenzt erscheinen. Das passt ja irgendwie auch zu Schulz‘ Schritt aus Hoffenheim nach Dortmund. Da die vermeintlich kleine TSG im beschaulichen Kraichgau, dort der vermeintlich große BVB mit gewiss großen Zielen. Der 26-jährige Nationalspieler weiß jedenfalls direkt, woran er ist. „Ich spiele jetzt in einem sehr großen Verein, das hat man auch hier in den USA gesehen.“

Schulz soll eine der BVB-Problemstellen beackern

Großer Verein, große Fußstapfen. Schulz soll eine der Problemstellen der vergangenen Saison beackern, die Position hinten links. Dort, wo in Leonardo Dede und Marcel Schmelzer zwei Jahrzehnte lang zwei Platzhirsche hoch und runter rannten. Dass er dazu in der Lage sein kann, haben die ersten Testspiel-Eindrücke durchaus angedeutet. Schulz bringt viel Tempo mit, hat Zug nach vorne, verliert aber trotzdem nicht den Blick für die Defensive. Und trotzdem: Schulz ist noch nicht einmal seit zwei Wochen beim BVB. Es sei noch „schwer einzuschätzen, wie stark wir wirklich sind“, sagt er.

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Das erste Zwischenfazit nach der USA-Reise fällt aber positiv aus. „Wir haben das Beste daraus gemacht, auch wenn es im Training mit der Zeitumstellung nicht leicht war“, erklärt Schulz. Auch die zwei Spiele gegen Seattle und Liverpool binnen drei Tagen seien schwer gewesen. Und in South Bend sei es sehr warm und drückend gewesen. „Aber ich denke, wir haben es dennoch sehr gut gemacht. Wir können zufrieden sein.“ Das gilt auch für Nico Schulz und seinen Start beim BVB.

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