Europameisterschaft

Gut für Kobel, schlecht für BVB: Neuzugang rückt in EM-Kader nach

Nach dem Trainingslager war Schluss für BVB-Neuzugang Gregor Kobel: Jetzt rückt er doch noch in den Schweizer EM-Kader nach. Beim BVB wird man die Nachricht mit gemischten Gefühlen aufnehmen.
Der künftige BVB-Torhüter Gregor Kobel reist ins Schweizer EM-Quartier nach. © imago/Geisser

Bundesliga-Profi Gregor Kobel rückt in den EM-Kader der Schweizer Fußball-Nationalmannschaft nach. Der künftige Torhüter von Borussia Dortmund ersetzt Reservekeeper Jonas Omlin. Der 27 Jahre alte Schlussmann habe beim Aufwärmen vor dem EM-Auftaktspiel gegen Wales (1:1) in Baku eine leichte Sprunggelenkverletzung im rechten Fuß erlitten, teilte der Schweizer Verband am Sonntag mit. Damit stehe der Torwart von Montpellier HSC für den Rest der Europameisterschaft nicht mehr zur Verfügung. Kobel (23) soll am Montag zur Mannschaft stoßen. Die Schweiz trifft bei der EM in der Vorrunde noch auf Italien und die Türkei.

BVB-Torhüter Gregor Kobel im EM-Kader der Schweiz

Beim Trainingslager vor der endgültigen Kader-Nominierung zählte Kobel als Torhüter Nummer vier der Eidgenossen noch zum erweiterten Aufgebot. Stammtorhüter ist Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach, sein erster Vertreter Yvon Mvogo (PSV). Für Kobel, vom 1. Juli an beim BVB angestellt, ist es die erste EM-Teilnahme. Zuvor hatte er neun Mal für die Schweizer U21 gespielt.

Der BVB dürfte Kobels Nachnominierung mit gemischten Gefühlen aufnehmen. Denn damit wird der Torhüter den Trainingsauftakt unter dem neuen Trainer Marco Rose am 1. Juli definitiv verpassen. Die Schweiz bestreitet ihr letztes Vorrundenspiel am 20. Juni, danach stehen Kobel, wie allen anderen EM-Fahrern, drei Wochen Urlaub zu. Sollte die Schweiz in die K.o.-Runde kommen, verzögert sich Kobels Start beim BVB weiter.

Für die Ablöse von 15 Millionen Euro verpflichtet der BVB Kobel zur neuen Saison. Er soll Roman Bürki ersetzen, der nach sechs Jahren in Dortmund das Vertrauen der Verantwortlichen verloren hatte.

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