„Hall of Fame“: BVB-Legende Andreas Möller wird große Ehre zuteil

Borussia Dortmund

Er hat die goldene Ära Borussia Dortmunds auf dem Rasen entscheidend mitgeprägt - jetzt wird BVB-Legende Andreas Möller eine große Ehre zuteil.

Dortmund

, 09.10.2020, 17:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der damalige BVB-Profi Andreas Möller präsentiert die Meisterschale. (Archiv)

Der damalige BVB-Profi Andreas Möller präsentiert die Meisterschale. (Archiv) © picture-alliance / dpa

Sein Name ist in Dortmund verbunden mit großen Titeln. 228 Spiele hat Andreas Möller für den BVB absolviert, 71 Tore geschossen. Und er zählte zu der Elf, die Mitte der 1990er-Jahre alles abräumte: Weltpokalsieger 1997, Champions-League-Sieger 1997, Deutscher Meister 1995 und 1996. Mittelfeldstratege Möller war einer der Eckpfeiler des Erfolgs. 1989, in seiner ersten Dortmunder Zeit, hatte er zudem bereits den DFB-Pokal mit der Borussia in den Himmel gereckt. Da der schnelle und trickreiche Offensivspieler auch mit der Nationalelf Welt- und Europameister wurde, gibt es kaum einen deutschen Fußballer, der mehr Trophäen in seine Vitrine stellen durfte als er. Die fast logische Konsequenz folgte in dieser Woche.

BVB-Legende Andreas Möller zieht in die „Hall of Fame“ in Dortmund ein

Andreas Möller, der seit einem Jahr das Nachwuchsleistungszentrum seines Heimatklubs Eintracht Frankfurt leitet, zählt jetzt zu einem exklusiven Fünferpack. Nämlich zu den fünf Neuzugängen, die als dritter Jahrgang in die „Hall of Fame“ des deutschen Fußballs einziehen – beheimatet natürlich in Dortmund.

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Ein extrem bissiger Verteidiger, zwei überragende Mittelfeld-Lenker und zwei der besten Stürmer der Historie. Keine Frage, die fünf aktuellen Neuzugänge für die Ruhmeshalle des deutschen Fußballs verkörpern pure Weltklasse.

Ex-BVB-Profi Möller von Sportjournalisten in die „Hall of Fame“ gewählt

Auf Initiative des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund haben 29 führende Sportjournalisten des Landes die Neuaufnahmen für die „Hall of Fame“ gewählt: Berti Vogts, Andreas Möller, Michael Ballack, Klaus Fischer und Rudi Völler. „Der dritte Jahrgang der Hall of Fame knüpft nahtlos an die beiden ersten Jahrgänge an. Unsere Jury hat wieder fünf herausragende Persönlichkeiten des deutschen Fußballs aufgenommen“, sagt Manuel Neukirchner, Direktor des Deutschen Fußballmuseums.

In Berti Vogts würdigt die Jury eine große Persönlichkeit, die in den 1970er-Jahren den deutschen Fußball als Verteidiger sehr geprägt hat. Mit Borussia Mönchengladbach fuhr „der Terrier“ etliche Titel ein, zudem wurde er mit der Nationalelf Welt- und Europameister. „Als kleiner Junge habe ich miterlebt, wie Deutschland 1954 Weltmeister wurde. Jetzt mit einigen dieser Helden von Bern in der Hall of Fame in einer Reihe zu stehen, erfüllt mich mit Stolz“, sagte Berti Vogts.

Titelhamster Andreas Möller: Nicht nur bei Borussia Dortmund

Zum Titelhamster avancierte Andreas Möller. Der torgefährliche Mittelfeldstratege, der nicht nur für Borussia Dortmund, sondern auch für Schalke 04, Eintracht Frankfurt und Juventus Turin aktiv war, freute sich ebenfalls sehr über seine Berufung. „Ich bin sehr überrascht und freue mich riesig über diese Auszeichnung, die auch die Mannschaften würdigt, in denen ich gespielt habe. Unter all diesen Legenden zu sein, ist für mich eine Riesenehre. Ich freue mich jetzt schon darauf, den Preis im Deutschen Fußballmuseum persönlich entgegenzunehmen und dabei einige alte Weggefährten wiederzutreffen“, sagte Möller, als er von seiner Wahl durch die Sportjournalisten erfuhr. Zur Jury zählen auch die Ruhr Nachrichten.

Geboren 1976 in Görlitz in der damaligen DDR, zog Michael Ballack hinaus in die Fußballwelt – und war schnell einer der herausragenden Spieler. Im Trikot der Nationalmannschaft reichte es für den Kapitän zwar nicht zum großen Triumph. Doch mit dem FC Bayern und dem FC Chelsea heimste der dynamische und kopfballstarke Ballack einige Trophäen ein. Dass Klaus Fischer und Rudi Völler jetzt zur Fußball-Ruhmeshalle zählen, dürfte keinen Fan überraschen. Beide waren zu ihren aktiven Zeiten gefeierte Torjäger im DFB-Trikot. Und Fischer ist mit 268 Bundesliga-Treffern noch immer der zweitbeste Schütze hinter Gerd Müller (365).

Andreas Möller und die anderen Neuzugänge der Hall of Fame sollen im Vorfeld der Fußball-EM 2021 offiziell im Deutschen Fußballmuseum aufgenommen werden. Die Ausstellung in Dortmund samt der Ruhmeshalle ist auch in den Herbstferien zu sehen. Infos und Tickets gibt es hier: fussballmuseum.de

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