Hallenkick in Halle: Revierklubs ohne Fortune

HALLE Der Frustfaktor hielt sich in Grenzen. Sowohl bei Borussia Dortmund als auch beim VfL Bochum. Die beiden Revierklubs waren beim Hallencup im Gerry Weber Stadion in Halle in der Vorrunde gescheitert. Jeweils trotz eines Sieges. Jeweils etwas unglücklich. Aber jeweils auch selbstverschuldet.

von Von Thomas Rellmann

, 06.01.2008, 18:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hallenkick in Halle: Revierklubs ohne Fortune

Jakub Blaszczykowski umkurvt Bielefelds Daniel Riemer und schießt das 2:0.

„Das hat großen Spaß gemacht“, meinte BVB-Kapitän Dede und traf damit den Tenor, den auch seine Kollegen anschlugen. „Aber natürlich wären wir gern weiter gekommen“, ließ Nelson Valdez verlauten. Einer aber klang etwas wütend. Trainer Thomas Doll sagte dem Fachmagazin kicker (Montagsausgabe): „Jetzt schießen wir auch in der Halle die Tore selber. Es muss langsam Schluss sein mit diesen Fehlern.“

Nur der Start glückt

Der BVB hatte nach einem 4:3-Sieg über den späteren Sieger VfL Osnabrück und einer 4:6-Pleite gegen Arminia Bielefeld mit ansehen müssen, wie das abschließende Gruppenspiel zwischen den beiden Kontrahenten exakt mit dem Ergebnis (5:4) endete, das beiden ein Weiterkommen sicherte, während Borussia in die Röhre schaute. Genauso erging es dem VfL Bochum. Erst gelang ein 4:1 gegen den Regionalligisten SC Verl, dann kassierten die Koller-Schützlinge ein 3:7 gegen den SC Paderborn, der wiederum Verl mit 0:4 unterlag. Pech für den VfL, der somit draußen war.

Für die Gäste aus dem Ruhrgebiet gab es also wenig zu erben in Ostwestfalen. Unabhängig davon erfüllte die Premiere dieser Veranstaltung ihren Zweck voll und ganz. Zwar blieb etwa ein Fünftel der Ränge leer, doch die Stimmung beim Budenzauber ließ kaum Wünsche offen. Weil alle Partien torreich endeten, die Kicker das eine oder andere Kabinettstückchen einstreuten, waren sich die Beteiligten einig: Wiederholung erwünscht.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc sagte: „Der Rasen war weich, das kann man sicherlich irgendwann nochmal machen.“ Das Aus nahm er recht gelassen: „Die Jungs waren sauer, klar. Aber in der Halle ist der Faktor Glück natürlich immer etwas größer.“

BVB: Höttecke - Amedick (1 Tor), Hummels (1), Tinga, Federico, Kruska, Vrzogic, Petric (2), Valdez (1), Blaszczykowski (2), Dede (1)

VfL: Heerwagen, Renno - Drsek, Meichelbeck, Pfertzel (1), Yahia, Zdebel, Fuchs (2), Azaouagh, Bechmann (1), Sestak (3), Mieciel

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