Hummels, Götze, Lewandowski: Muntere Wechselspiele zwischen BVB und FC Bayern

Borussia Dortmund

Mario Götze wählte 2013 den Weg vom BVB zum FC Bayern, Robert Lewandowski folgte ihm zwölf Monate später. 2016 kehrte Götze zurück, wiederum drei Jahre später auch Mats Hummels.

Dortmund

, 20.06.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 3 min
Hummels, Götze, Lewandowski: Muntere Wechselspiele zwischen BVB und FC Bayern

In der kommenden Saison wieder Teamkollegen: Mats Hummels (l.) und Lukasz Piszczek. © imago

Wir blicken auf das muntere Wechselspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München in den vergangenen Jahren:


01.) Michael Rummenigge (von München nach Dortmund): Nach sieben Jahren beim FCB wagte Rummenigge 1988 den Sprung nach Dortmund. Seine Beliebtheit bei den Fans hielt sich zunächst in Grenzen, doch schon in seiner ersten BVB-Saison gelang der überraschende DFB-Pokalsieg in Berlin. Unter Trainer Ottmar Hitzfeld stieg Rummenigge zum Kapitän auf. 1993 scheiterte er mit Dortmund im Finale des UEFA-Cups an Juventus Turin. Nach 157 Ligaspielen und 36 Toren für die Borussia wechselte Rummenigge 1993 nach Japan.

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Michael Rummenigge wechselte 1988 vom FCB zum BVB. © imago

02.) Thomas Helmer (von Dortmund nach München): Ab Mitte der 80er-Jahre prägte der aus Bielefeld ins Ruhrgebiet gewechselte Youngster das BVB-Spiel - zunächst im defensiven Mittelfeld, später in der Innenverteidigung. Diese Leistungen riefen die Bayern auf den Plan. 1992 wechselte Helmer für die damalige Rekordablöse in Höhe von 7,5 Millionen Mark zum FCB.


03.) Christian Nerlinger (von München nach Dortmund):
Als Bayern-Stammspieler wechselte Nerlinger 1998 ablösefrei zum BVB. Nach einer überzeugenden ersten Saison kam er in den beiden folgenden Spielzeiten nur noch unregelmäßig zum Einsatz. 2001 zog es Nerlinger zu den Glasgow Rangers.


04.) Torsten Frings (von Dortmund nach München): Lediglich 63 Pflichtspiele absolvierte Frings für den BVB. Das lag auch daran, dass er nach einem Kreuzbandriss im Juli 2003 rund sechs Monate pausieren musste. In Zeiten der schweren Finanzkrise wechselte Frings - aus BVB-Sicht notgedrungen - im Sommer 2014 für knapp zehn Millionen Euro zum FC Bayern.

Hummels, Götze, Lewandowski: Muntere Wechselspiele zwischen BVB und FC Bayern

Torsten Frings mussten die Dortmunder im Sommer 2004 notgedrungen an den FC Bayern verkaufen. © imago

05.) Mats Hummels (von München nach Dortmund): Nach einem 18-monatigen Gastspiel als Leihspieler verpflichtete der BVB Hummels im Sommer 2009 fest - für rund vier Millionen Euro. In Dortmund entwickelte er sich binnen kürzester Zeit zum Stamm- und Nationalspieler, wurde mit dem BVB zweimal Meister und einmal DFB-Pokalsieger sowie 2014 Weltmeister.


06.) Mario Götze (von Dortmund nach München): Kurz vor dem Champions-League-Spiel des BVB gegen Real Madrid ließ der Münchner Boulevard die Transferbombe im April 2013 platzen: Der FCB zieht die in Götzes Vertrag verankerte Ausstiegsklausel in Höhe von 37 Millionen Euro. Die Fans gingen auf die Barrikaden, das Verhältnis zwischen BVB und FCB litt nachhaltig.


07.) Robert Lewandowski (von Dortmund nach München): Etwas entspannter ging der Lewandowski-Abgang über die Bühne. Der BVB pochte auf Einhaltung des Vertrags bis Sommer 2014 - und verzichtete auf eine üppige Ablösesumme. Lewandowski zahlte es in seinem letzten Dortmund-Jahr mit Toren zurück.

Hummels, Götze, Lewandowski: Muntere Wechselspiele zwischen BVB und FC Bayern

Robert Lewandowski (l.) verließ den BVB im Sommer 2014 ablösefrei Richtung München. © imago

08.) Mats Hummels (von Dortmund nach München):

Die berühmte Ad-hoc-Meldung, von Hummels in einem Fan-Video spöttisch als „Drecksmitteilung“ bezeichnet, leitete die Rückkehr zum FC Bayern ein - aus sportlichen und privaten Gründen. Zurück in die Heimat und endlich die Champions League gewinnen, lautete das Ziel. Es flossen 35 Millionen Euro.


09.) Sebastian Rode (von München nach Dortmund): Ein Transfer ohne große Aufregung. Rode bekam in München unter Pep Guardiola nicht die erhoffte Spielzeit und wollte ab Sommer 2016 in Dortmund einen Neustart hinlegen. Das Gegenteil trat ein: Rode quälte sich von Verletzung zu Verletzung - und kehrte im Januar 2019 auf Leihbasis zurück zu Eintracht Frankfurt.


10.) Mario Götze (von München nach Dortmund):
Wirklich glücklich wurde Götze beim FCB nicht - trotz dreier Meistertitel in Serie. So stand im Sommer 2016 die Rückkehr zum BVB auf dem Plan. Viele Fans waren davon nicht begeistert, die Kritik verstummte aber schnell. Dortmund ließ sich die Rückkehr 22 Millionen Euro kosten.

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11.) Mats Hummels (von München nach Dortmund): Die Rückkehr des Rückkehrers ist seit Mittwoch perfekt. Mit den Bayern holte Hummels drei Meistertitel sowie einmal den DFB-Pokal. Trotz einer herausragenden Rückrunde 18/19 war das Standing des 30-Jährigen unter Trainer Niko Kovac nicht das beste. Dortmund lässt sich den Wechsel über 30 Millionen Euro kosten.

Ebenfalls für beide Klubs am Ball waren: Stefan Reuter, Jürgen Kohler, Jürgen Wegmann, Markus Feulner und Robert Kovac. Sie wechselten allerdings nicht direkt vom einen zum anderen Verein.
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