Jan Aage Fjörtoft: „Dann machen sie in Dortmund jede Menge richtig“

Borussia Dortmund

Ex-Profi Jan Aage Fjörtoft warnt Borussia Dortmund vor einer gefährlichen Dynamik - ist vom Modell des BVB aber überzeugt. Probleme bei der Motivation junger Talente sieht er nicht.

Dortmund

, 16.08.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jan Aage Fjörtoft (r.) im Gespräch mit BVB-Lizenzspielleiter Sebastian Kehl.

Jan Aage Fjörtoft (r.) im Gespräch mit BVB-Lizenzspielleiter Sebastian Kehl. © imago / MIS

Die Transfer-Saga um Jadon Sancho ist für den BVB offiziell beendet, auch wenn Ex-Profi Jan Aage Fjörtoft glaubt, dass Manchester United nicht locker lassen wird. Borussia Dortmund verhindert mit dem Verbleib des jungen Engländers eine gefährliche Dynamik, die bei anderen Vereinen schon für große Probleme gesorgt hat.

Jan Aage Fjörtoft: „Der BVB ist ein wenig vergleichbar mit Arsenal“

„Der BVB ist ein wenig vergleichbar mit Arsenal. Auch dort entwickelte sich irgendwann eine Art Dynamik und alle Topspieler wollten den Klub verlassen“, sagt Fjörtoft. Deswegen glaube er den Dortmunder Bossen, wenn sie Sancho und andere Hochkaräter generell behalten wollen. Denn „diese Dynamik muss man stoppen.“ Anderenfalls verliere man den Anschluss.

Passend dazu äußerte sich der Norweger gegenüber den Ruhr Nachrichten auch zur Kritik von Lothar Matthäus an der Strategie des BVB. Der deutsche Rekord-Nationalspieler hatte die Vorgehensweise in Sachen Transfers als „nicht nachhaltig“ bezeichnet.

Fjörtoft vom Dortmunder Modell überzeugt

„Borussia Dortmund hat gezeigt, dass sie mit diesem Modell Erfolg haben können“, sagt Fjörtoft in Bezug auf Meisterschaften 2011 und 2012. „Das war auch eine junge Truppe, die vom Verein ausgebildet und weiterentwickelt wurde.“ Damals arbeiteten Fjörtoft und Matthäus gemeinsam für den Pay-TV-Sender Sky.

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Anders als Matthäus und auch Uli Hoeneß sieht Fjörtoft kein Problem, was die Motivation der Talente betrifft, die mit einem Wechsel liebäugeln oder auf dem Sprung zu anderen Vereinen stehen. „Als junger Spieler möchte man sich weiterentwickeln und besser werden, deswegen gibt man alles“, argumentiert Fjörtoft.

Fjörtoft: „Dann machen sie in Dortmund jede Menge richtig“

Auf der anderen Seite verstehe er Teile der Kritik allerdings. „Es müssen regelmäßig Titel gewonnen werden, das ist klar.“ Aber es sei auch eine Ehre, wenn bekannte Persönlichkeiten in dieser Form Kritik äußern. „Dann machen sie in Dortmund jede Menge richtig.“

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