Jens Volke: "Man sollte hier sehr vorsichtig sein"

BVB-Fanbeauftrager

Noch neun Stunden bis zum Spiel. Der Dortmunder Anhang bereitet sich auf ein Fussballfest vor. Jens Volke, Fanbeauftragter des BVB, spricht wenige Stunden vor Anpfiff über die Situation in der Stadt, Übergriffe auf Dortmund-Fans und skurrile Anfragen zum Sankt-Petersburg-Trip.

St Petersburg

von Felix Lange und Pjer Biederstädt

, 25.02.2014, 11:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der BVB-Fanbeauftrage Jens Volke warnt vor Übergriffen in St. Petersburg.

Der BVB-Fanbeauftrage Jens Volke warnt vor Übergriffen in St. Petersburg.

Es geht darum, dass man bestimmte organisatorische Dinge gemeinsam mit der UEFA, dem Heimverein und der Polizei abspricht, auf die man sich dann später auch verlassen kann. Zum Beispiel, dass die Trennung der Fans eingehalten wird, soweit wie es hier vor Ort möglich ist. Oder um die Einhaltung der Absprachen und der Versprechen, die uns gegeben wurden, wobei die UEFA dann mit am Tisch sitzt. Da werden die Abfahrtszeiten der Busse festgelegt, Übereinkommen für den Ablauf beim Einlass getroffen, wenn sich die Wege der Fans treffen. Dazu gab es gegenüber dem ersten Treffen einige Änderungen.  

Das sind eher Kleinigkeiten. Man möchte nicht alle Busse gleichzeitig dort haben, sondern die Ankunft stoßweise abhandeln. Das macht aus Sicht des Gastgebers natürlich Sinn, weil man nicht 1000 Fans am Eingang stehen haben möchte. Gruppen von 100 bis 200 Personen kann man schnell und ohne großen Druck kontrollieren, wenn sie ins Stadion wollen.  

Nach den tätlichen Übergriffen von gestern Abend sollte man sich hier sehr vorsichtig bewegen. Am Abend nach dem Spiel vielleicht sogar besser im Hotel bleiben. Ansonsten keine Farben tragen und sich generell unauffällig verhalten. Probleme gibt es für junge Männer, die fallen ins Beuteschema, kann man so sagen. Bei den gestrigen Überfällen auf kleinere Gruppen ist unseres Wissens nicht allzu Schlimmes passiert, bis auf ein paar leichtere Verletzungen und einen Nasenbeinbruch. Aber dies sind natürlich unschöne Sachen, die man so aus Deutschland nicht kennt.  

Es gibt eine Gruppe mit vier Personen aus Nürnberg. Die sind die komplette Strecke mit dem Zug gefahren. Ansonsten alle bereits bekannten Routen. Da gibt es eigentlich nicht so wahnsinnig viele Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel über Finnland, Riga oder Tallinn fliegen. Es gibt auch Leute, die über Moskau fliegen. Die kommen dann mit dem Schnellzug hierher. Aber eben auch Direktflüge, die es nun einmal auch gibt. Die sind aber preislich ein bisschen anders gestaltet. Dann gibt es noch die beiden Charterflüge. Das ist für viele eine gute Alternative gewesen, weil man am Ende eigentlich gar nicht viel mehr Geld ausgibt, dafür aber sehr viel Urlaub sparen kann. Man braucht dann kein Hotel, der Flug ist zwar teurer, aber das Visum braucht man ohnehin immer. Das Verrückteste war eigentlich, dass wir gestern Abend noch Karten übrig hatten. Dann haben wir eine Nachricht von jemandem bekommen der sagte, er hätte gerne die Karten, aber noch fragte, wie es mit der Anreise aussehe. Das war dann doch etwas zu spontan.

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